Im Kochlabor des Kulturzentrums Rog in Ljubljana wurde eine neue Gemeinschaftsküche als Pilotprojekt gestartet – das Vorbild war die Wiener Brotfabrik. Ziel sei nun, durch gemeinsames Kochen einen sicheren Raum für Begegnung und gemeinsames Lernen zu schaffen. Beteiligt sind unter anderem Communities aus dem arabischen, afrikanischen, chinesischen und lateinamerikanischen Raum. Mithilfe von Erasmus+ sollen regelmäßige Schulungen und Kochabende die Integration fördern. Die größte Herausforderung dürfte die Sprachbarriere sein, aber das Kochen soll auch als wirksames Mittel für Dialog und Zugehörigkeit dienen. Sieht man darin einen Erfolg, soll das Projekt dauerhaft etabliert werden.
In Slowenien werden die Pensionen mit der regulären Anpassung im Februar 2026 um 4,2 Prozent erhöht. Das hat das Slowenische Amt für Renten- und Invalidenversicherung auf Grundlage der Lohn- und Preisentwicklung beschlossen, die jeweils zur Hälfte berücksichtigt wurden. Je nach Höhe der bisherigen Bezüge erhöht sich die monatliche Rente unterschiedlich stark – von moderaten zweistelligen Beträgen bis zu deutlich höheren Anpassungen bei größeren Renten. Zusätzlich bekommen alle Rentner*innen mit der Februarauszahlung eine Nachzahlung für Jänner. Aufgrund des neuen Berechnungsmodells fällt die Erhöhung jedoch niedriger aus als ursprünglich erwartet, was die Auswirkungen der Reform besonders deutlich macht.
Die geplanten Regeln zur Zulassung von Lehrmaterialien sorgen in Slowenien für breite Kritik. So beantragte etwa der Verlag Rokus Klett beim Verfassungsgericht der Republik Slowenien eine Prüfung der Verfassungsmäßigkeit, weil er rechtliche Unsicherheiten in den neuen Vorgaben verortet. Auch die slowenische Wirtschaftskammer warnt vor einem Qualitätsverlust im Unterricht und einer Einschränkung der pädagogischen Freiheit durch die Maßnahmen des Bildungsministeriums. Laut dem Nationalen Bildungsinstitut Sloweniens entsprechen nur rund 15 Prozent der bestehenden Materialien den neuen Lehrplänen, die bald in Kraft treten sollen. Der Europäische Verband der Schulbuchverlage kritisiert indes staatliche Eingriffe und plädiert für einen besseren Zugang zu vielfältigen Lernmaterialien.
Die Gesellschafter*innen der öffentlichen Holdinggesellschaft Ljubljana haben ihre Geschäfts- und Investitionspläne für 2026 vorgelegt. Alle Unternehmen der Gruppe – Energetika Ljubljana, Voka Snaga und Personenverkehr Ljubljana – planen ein positives Ergebnis, der konsolidierte Gewinn soll 3,8 Millionen Euro betragen. Insgesamt sind Investitionen von 54,8 Millionen Euro vorgesehen, darunter ein Biomassekessel, das Projekt zur Energiegewinnung aus Abfällen, kleine Wasserkraftwerke an der Ljubljanica sowie emissionsfreie Busse. Zudem wurde die gemeinsame Bewerbung von Energetika Ljubljana und Voka Snaga um eine Konzession zur Müllverbrennung zur Kenntnis genommen.
Ljubljana hat eine Bewerbung für die staatliche Konzession zum Bau und Betrieb einer Müllverbrennungsanlage bestätigt. Die Stadt habe den Antrag "mit Stolz" eingereicht, hieß es von Bürgermeister Zoran Janković (LZJ - Liste Zoran Janković). Das Ziel bestehe nun darin, Abfälle künftig im Inland energetisch zu verwerten und selbst für deren Entsorgung zu sorgen. Das slowenische Umweltministerium will drei Konzessionen für insgesamt 140.000 Tonnen pro Jahr vergeben. In den kommenden Wochen wollen die beteiligten Städte ihre Projekte der Öffentlichkeit vorstellen und Details zu Umsetzung und Nutzen präsentieren.
Am Standort Park-and-Ride-Stanežiče in Ljubljana wurde der erste öffentliche Ladepark für alternative Kraftstoffe eröffnet. Neben Ladeinfrastruktur für Elektrobusse nahm dort auch die erste öffentliche Wasserstofftankstelle für slowenische Fahrzeuge ihren Betrieb auf. Laut dem Energieunternehmen Energetika Ljubljana stellt das Projekt einen wichtigen Meilenstein für die Dekarbonisierung des Verkehrs und die Förderung nachhaltiger Mobilität dar. Die Eröffnung knüpft an die Einführung der ersten Wasserstoffbusse im vergangenen Jahr an. Der städtische Verkehrsbetrieb plant, bis 2030 alle Dieselbusse durch Wasserstoff- und Elektrofahrzeuge zu ersetzen.
Die Bewohner*innen des Stadtteils Štepanjsko naselje in Ljubljana haben aufgrund der neuen Parkverordnung eine Klage wegen Besitzstörung gegen die Stadt angekündigt. Sie kritisieren, dass Anrainer*innen als Kostenfaktor oder Einnahmequelle behandelt würden. Über eine Plattform wollen sie nun Beweise und Vollmachten für die Klage sammeln, darunter Zeug*innenaussagen, Fotos und Videos. Die Unterschriften sollen noch diese Woche einer Anwältin übergeben werden. Die geschätzten Verfahrenskosten belaufen sich auf rund 6.500 Euro und sollen unter den beteiligten Wohnungseigentümer*innen aufgeteilt werden.
In Ljubljana startete am 10. Februar offiziell das Projekt "Slowenische Fabrik für Künstliche Intelligenz" (SLAIF). Laut Premierminister Robert Golob (GS – Bewegung Freiheit) verfügt Slowenien über umfassendes KI-Wissen, das mit SLAIF gezielt in die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Sektor übertragen werden soll. Zentrales Element ist ein neuer Supercomputer, der neben der Forschung auch der Industrie und möglicherweise künftig auch den Bürger*innen offenstehen soll. Die SLAIF ist Teil eines EU-weiten Netzwerks von 19 KI-Fabriken und soll zur technologischen Souveränität Europas beitragen. Das 135 Millionen Euro teure Projekt wird von Slowenien und dem EU-Programm EuroHPC kofinanziert.
Mit dem neuen EU-Migrations- und Asylpaket wird Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten verpflichtend. Länder können wählen, ob sie Asylsuchende aufnehmen oder finanzielle Beiträge leisten. Slowenien hat beschlossen, 2026 keine Geflüchteten zu übernehmen, sondern 1,8 Millionen Euro in den Solidaritätsfonds einzuzahlen – das sind rund 20.000 Euro pro nicht aufgenommenen Flüchtling. Die Regierung begründet dies mit begrenzten administrativen und Unterbringungskapazitäten. Kritiker*innen wie die Nichtregierungsorganisation Ambasada Rog sehen darin eine politisch motivierte Entscheidung im Vorwahlkampf und verweisen auf geringe Asylzahlen sowie ungenutzte Kapazitäten. Politolog*innen bewerten den Schritt als pragmatische, aber symbolisch problematische Abkehr von tatsächlicher Solidarität.
Die slowenische Regierung beschloss eine neue Erhöhung des Mindestlohns auf 1000 Euro netto. Die Erhöhung hat spürbare Folgen für den öffentlichen Dienst in Slowenien. Da im neuen Lohnsystem kein Grundgehalt unter dem Mindestlohn liegen darf, werden zahlreiche Beschäftigte automatisch in die siebte Gehaltsstufe eingereiht. Dadurch fallen sechs untere Gehaltsstufen faktisch weg, was zur Auflösung bestehender Gehaltsverhältnisse führt. Obwohl das Ministerium für öffentliche Verwaltung Anpassungen der Gehaltsskala erst ab 2028 vorsieht, kündigen Gewerkschaften bereits jetzt neue Verhandlungen an. Sie warnen, dass Inflation und steigende Lebenshaltungskosten frühere Korrekturen notwendig machen.
Die Nutzer*innen des autonomen Kulturgebiets auf der Metelko-Straße haben die Entscheidung der Polizei kritisiert, das Gebiet als sicherheitsgefährdet einzustufen. In einer Stellungnahme betonen sie, dass soziale Probleme wie Obdachlosigkeit und Drogenkonsum nicht vom Gebiet verursacht würden, sondern Ausdruck einer unzureichenden Sozialpolitik der Stadt seien. Die Maßnahme berge die Gefahr verstärkter Unterdrückung und diene vor allem jenen, die das Kulturgebiet seit Jahren diskreditieren. Auch die oppositionelle Piratenpartei (Pirati) lehnt die Einstufung ab und warnt vor ausufernder Überwachung. Laut ihren Angaben seien andere Stadtgebiete stärker von Kriminalität betroffen. Die Polizei verteidigt das Vorgehen mit Verweis auf neue gesetzliche Grundlagen und kündigt technische Überwachungsmaßnahmen an.
Der Gemeinderat von Ljubljana berät über eine neue Verordnung zur prioritären Nutzung von Energiequellen für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Die Regelung betrifft vor allem Neubauten sowie Sanierungen mit Änderungen am Heizsystem. Ziel ist eine bessere Luftqualität und der Rückgang individueller Feuerstätten. Vorgesehen ist eine klare Prioritätenliste. An erster Stelle stehen Abwärme, Solarenergie und effiziente Fernwärme, gefolgt von Biogas, Geothermie und Wärmepumpen. Biomasse ist nur in modernen Anlagen erlaubt und rangiert vor Erdgas, das nur in Ausnahmefällen zulässig ist. Neu ist auch das Verbot direkter elektrischer Heizungen wie Radiatoren oder Infrarotpaneele. Für Warmwasser sollen vorrangig Solarkollektoren genutzt werden.
Zur besseren Bewältigung von Demenz stellt Slowenien insgesamt 2,7 Millionen Euro bereit, davon knapp 1,7 Millionen aus EU-Mitteln. Das Gesundheitsministerium wird Anfang Februar einen öffentlichen Aufruf für Projekte zur Stärkung von Kompetenzen und zur Entwicklung innovativer Ansätze im Umgang mit Demenz veröffentlichen. Gefördert werden Bildungsprogramme, Schulungen sowie Pilotprojekte für Gesundheits-, Sozial- und informelle Pflegekräfte. Hintergrund ist der starke Anstieg von Demenzerkrankungen. In Slowenien leben schätzungsweise über 43.000 Betroffene, wobei die Tendenz in den letzten Jahren gestiegen ist. Ziel der Maßnahmen ist eine bessere Versorgung, weniger Stigmatisierung und eine längere selbstständige Lebensführung von Menschen mit Demenz in ihrem häuslichen Umfeld.
In Ljubljana wurde ein Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet. Es soll als zentrale Anlaufstelle für KI-Expertise, Schulungen und Informationen dienen. Mit einer Investition von zehn Millionen Euro soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und dem öffentlichen Sektor gestärkt sowie eine sichere, verantwortungsvolle und wettbewerbsfähige Einführung von KI gefördert werden. Das Zentrum ist ein Konsortium unter der Leitung der slowenischen Wirtschaftskammer (GZS). Es unterstützt Unternehmen bei der praktischen Umsetzung von KI, dem Wissensaustausch mit der Wissenschaft, der Zusammenarbeit mit Startups sowie bei politischen und strategischen Fragestellungen. Es baut auf der langen KI-Forschungstradition Sloweniens auf und ergänzt bestehende Initiativen im Bereich digitaler Schlüsseltechnologien.
Das kulturelle LUV-Festival findet heuer vom 8. Februar bis zum 12. März in Ljubljana statt. Die von der städtischen Tourismusagentur organisierte Veranstaltung verbindet kulturelle, künstlerische und kulinarische Inhalte und belebt die Stadt außerhalb der Hauptsaison. Im Mittelpunkt steht eine Open-Air-Galerie mit Kunstinstallationen im öffentlichen Raum. Die Hauptinstallation der slowenischen Künstlerin Nika Erjavec symbolisiert das Erwachen von Stadt und Natur. Das Programm wird durch Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen, Ausstellungen, Workshops und thematische Führungen ergänzt. Zu den Höhepunkten zählen die Ausstellung Art Vital in der Galerie Cukrarna und Wagners Oper Tristan und Isolde.
Der Beschluss der Stadt Ljubljana aus dem Dezember 2025, unangemeldete Straßenmusik vorübergehend zu verbieten, war laut Einschätzung der Rechtsinitiative nicht rechtswirksam. Denn dieser sei nie im Amtsblatt der Republik Slowenien veröffentlicht worden. Ohne eine Veröffentlichung könne ein solcher Akt nicht in Kraft treten und auch nicht angewendet werden. Dennoch wurden laut Stadtverwaltung Verwarnungen und Geldstrafen gegen Straßenmusiker*innen verhängt. Der Beschluss richtete sich ausdrücklich gegen Auftritte von Blaskapellen, sogenannten Trubači. Äußerungen des Vorsitzenden der Oppositionspartei Slowenische Demokratische Partei (SDS), Janez Janša, sorgten indes im Gemeinderat von Ljubljana für Aufregung. Anlass war ein Beitrag, den Janša nach einer Veranstaltung zur Unterstützung slowenischer Musik veröffentlichte. "Wir haben Ljubljana wieder slowenisch gemacht", hieß es. Abgeordnete der Listen Zoran Janković (LZJ), Freiheit (GS), Levica und Sozialdemokraten (SD) sahen darin eine historisch problematische Aussage. Mehrere Redner*innen verglichen die Wortwahl mit nationalsozialistischer Rhetorik und warfen Janša vor, die Bevölkerung zu polarisieren. Der Gemeinderat von Ljubljana forderte öffentlich dazu auf, jede Verherrlichung von Faschismus zu unterlassen.
Die
slowenische Außenministerin Tanja Fajon (SD – Sozialdemokraten) bezeichnete die
Entsendung von zwei Offizieren der slowenischen Streitkräfte nach Grönland als
richtige Entscheidung und politisches Signal. Auf diese Weise würde Slowenien
seine Unterstützung für Grönland und Dänemark sowie seinen Einsatz für den
Schutz von Souveränität und territorialer Integrität zum Ausdruck bringen.
Internationale Rechtsnormen müssten respektiert werden, betonte Fajon. Die
Entsendung erfolgt im Rahmen einer Mission, an der sich mehrere europäische
Länder beteiligen. Hintergrund sind die anhaltenden Bestrebungen des
US-Präsidenten Donald Trump, Grönland zu übernehmen, aber auch seine Drohungen,
gegen europäische Staaten Strafzölle zu verhängen.
Heuer richten Litauen, Lettland und Slowenien die offizielle Futsal-Europameisterschaft aus. In Litauen und Lettland soll es jeweils eine Qualifikationsgruppe mit vier Mannschaften geben, in Slowenien zwei. In Slowenien sind auch die beiden Viertelfinalspiele, das Halbfinale, das Spiel um den dritten Platz sowie das Finale geplant. Insgesamt sind es also sechzehn Spiele, die in Ljubljana ausgetragen werden. Slowenien sprang kurzfristig als Mitgastgeber ein. Dadurch kann Belarus trotz politischer Einschränkungen ebenfalls mitmachen. Die slowenische Nationalmannschaft hofft indes auf die erstmalige Qualifikation für das Halbfinale.
Der Zoo Ljubljana steht vor einer umfassenden Modernisierung. Die letzte grundlegende Sanierung liegt fast 40 Jahre zurück – viele Gebäude und Gehege sind stark veraltet und müssen vollständig ersetzt werden. Eine kommende Gesamterneuerung soll nun rund zehn Jahre dauern und mindestens 40 Millionen Euro kosten. Bereits heuer beginnt der Bau eines großen Wolfsgeheges im Nordwesten des Zoos, das 2027 eröffnet werden soll. Weitere Projekte umfassen neue Einrichtungen für die Tierpflege und die Veterinärmedizin sowie für Bären und Schimpansen. Zudem ist eine Neugestaltung des Eingangsbereichs geplant. Geplant ist ein moderner Zoo mit größeren Gehegen, einer besseren Besucher*innenführung und einer thematischen Gliederung nach Weltregionen.
Die Stadt Ljubljana wurde von der internationalen Umweltorganisation CDP (Carbon Disclosure Project) mit der Bestnote A ausgezeichnet. Die Auszeichnung bestätigt die hohe Transparenz bei der Offenlegung von Umweltdaten sowie fortschrittliche Ansätze im Klimamanagement und bei der Anpassung an den Klimawandel. Damit gehört Ljubljana zu den rund 16 Prozent der weltweit bewerteten Städte mit der Bestnote und ist das einzige Stadtgebiet in Südosteuropa mit einer A-Bewertung. Die Bewertung basiert unter anderem auf einem vollständigen Emissionsinventar, einem glaubwürdigen Klimaplan und einer Risikoanalyse. Seit 2018 konnte die Stadt die Pro-Kopf-Emissionen von Treibhausgasen deutlich senken.
Am 1. Jänner hat Slowenien den einjährigen Vorsitz der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (CEDC) übernommen. Unter dem Motto "Von der Praxis zur Politik – ein stärkeres Mitteleuropa" legt das slowenische Verteidigungsministerium die Schwerpunkte auf die Stärkung der regionalen Sicherheitszusammenarbeit, den Ausbau der operativen Bereitschaft und die Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten. Weitere Ziele sind der Austausch bewährter Praktiken, die Förderung der digitalen und cyberbezogenen Resilienz sowie die Zusammenarbeit mit Partner*innen vom Westbalkan. Während des slowenischen Vorsitzes finden hochrangige Treffen von Verteidigungsminister*innen, Generalstabschefs und Fachexpert*innen statt. Neben Slowenien gehören Österreich, Kroatien, Tschechien, Ungarn und die Slowakei zur CEDC.
Laut neuesten Daten von Eurostat verzeichnete Slowenien zwischen November 2024 und November 2025 den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der EU. Die Quote stieg in diesem Zeitraum von 3,5 auf fünf Prozent, was einem Plus von 1,5 Prozentpunkten entspricht. Damit liegt Slowenien zwar weiterhin unter dem EU-Durchschnitt von sechs Prozent, nähert sich diesem jedoch rasch an. Im November 2025 waren rund 54.000 Menschen arbeitslos, im Dezember stieg die Zahl weiter an. EU-weit erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum nur geringfügig. Besonders betroffen sind junge Menschen sowie Frauen. Dies weist auf eine zunehmende Abschwächung des Arbeitsmarktes hin.
Der Mangel an öffentlichen Mietwohnungen in Ljubljana spitzt sich weiter zu. Auf 150 verfügbare Wohnungen gingen zuletzt fast 4.000 Anträge ein. Für viele Bewerber*innen stellt die sogenannte Selbstbeteiligung eine zusätzliche Hürde dar. Haushalte mit etwas höherem Einkommen müssen neben einer Kaution von drei Monatsmieten auch eine Selbstbeteiligung von durchschnittlich rund 8.000 Euro leisten. Dieser Betrag wird nach zehn Jahren mit zwei Prozent Verzinsung zurückerstattet. Wer diesen nicht fristgerecht einzahlt, verliert den Anspruch auf die Wohnung. Antragsteller*innen auf der Prioritätenliste A, die sozial schwächer gestellt sind, sind von Kaution und Selbstbeteiligung befreit. Der staatliche Wohnfonds verlangt hingegen keine Selbstbeteiligung, aber teils hohe Kautionen.
Von 16. bis 17. Jänner 2026 findet in Ljubljana das erste Festival der slowenischen Universitäten (UNI-SI) statt. Auf dem Messegelände präsentieren sich alle Fakultäten der acht slowenischen Universitäten. Die Veranstaltung richtet sich an Schüler*innen, ihre Eltern sowie Lehrkräfte. Neben Messeständen werden auch thematische Vorträge und Workshops angeboten. Es werden über 400 Studienprogramme aus sieben Fachbereichen vorgestellt, darunter Sozial- und Naturwissenschaften, Technik, Medizin und Kunst. Besucher*innen erhalten Informationen zu Studieninhalten, Aufnahmeverfahren und Studienformen und haben die Möglichkeit, direkt mit Studierenden ins Gespräch zu kommen
Der bisherige Fraktionsvorsitzende der Koalitionspartei der Linken (Levica), Matej Tašner Vatovec, ist zu den Sozialdemokraten (SD), auch einer Koalitionspartei, gewechselt. SD-Chef und Wirtschaftsminister Matjaž Han bezeichnete den Wechsel als großen Zugewinn und als Stärkung der Partei im Hinblick auf die kommenden Wahlen. In der Levica stieß der Schritt hingegen auf scharfe Kritik. Die slowenische Kulturministerin und Co-Vorsitzende Asta Vrečko sprach von einem persönlich und politisch motivierten Verrat. Tašner Vatovec äußerte sich nicht zu seinen Beweggründen. Politolog*innen sehen den Wechsel als schweren Schlag für Levica und als weiteren Beleg für die strategische Stärkung der SD vor den Wahlen. Sie warnen jedoch auch vor möglichen Spannungen innerhalb der Koalition.
Dr. Rok Vihar wird der neue Direktor des städtischen Personenverkehrs Ljubljana (LPP). Er übernimmt ein gut geführtes Unternehmen, das sich nach der Corona-Krise erholt hat und wieder mehr Fahrgäst*innen verzeichnet. Trotz guter Bezahlung und kostenloser Ausbildung bleibt der Mangel an Busfahrer*innen ein wichtiges Problem. In den kommenden Jahren plant Vihar eine schrittweise Weiterentwicklung: Ausbau der Busflotte, mehr emissionsfreie Fahrzeuge sowie rund 20 Prozent mehr Busse und Fahrgäst*innen. Das Liniennetz soll neu organisiert werden, mit leistungsstarken Hauptkorridoren, eigenen Busspuren und intelligenter Ampelsteuerung. Eine Straßenbahn hält er für unrealistisch und setzt stattdessen auf lange, moderne Busse als flexible und deutlich günstigere Alternative.
Das slowenische Ministerium für solidarische Zukunft hat den Entwurf des Nationalen Wohnungsprogramms 2025 bis 2035 zur öffentlichen Diskussion gestellt. Das Kernziel besteht darin, bis 2035 rund 20.000 öffentliche Mietwohnungen zu bauen, davon 16.000 neu errichtete Einheiten. Damit sollen der akute Wohnungsmangel und der starke Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt abgefedert werden. Parallel dazu sind Maßnahmen zur Aktivierung leerstehender Wohnungen, zur Sanierung des öffentlichen Wohnungsbestands und zur Stabilisierung des Mietmarkts vorgesehen. Während sich die Mieten auf dem privaten Markt zuletzt zu beruhigen scheinen, werden die Mieten in gemeinnützigen Wohnungen ab 2026 moderat bis deutlich steigen, insbesondere in älteren Gebäuden. Sozial schwächere Haushalte sollen jedoch weiterhin durch Mietzuschüsse geschützt bleiben.
Am Zentralfriedhof Žale in Ljubljana wurde Mitte Dezember der sogenannte Baum der Dankbarkeit feierlich erleuchtet. Besucher*innen können Gedanken, Dankesworte, Erinnerungen oder Wünsche auf hölzernen Ornamenten festhalten und am Baum anbringen. Die landesweite Initiative verleiht Friedhöfen in der Adventszeit eine zusätzliche symbolische Rolle als Orte der Ruhe, des Mitgefühls und des gemeinschaftlichen Gedenkens. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Ornamente kommt dem Hospiz Ljubhospic zugute. Der Baum wird bis zum 15. Jänner leuchten, danach sollen die gesammelten Botschaften in ein Kunstprojekt einfließen.
Der Gemeinderat von Ljubljana hat kurzfristig ein Verbot unangekündigter musikalischer Gruppenauftritte in der Stadt bis zum Jahresende beschlossen. Der der seit dem 16. Dezember für 15 Tage geltende Beschluss richtet sich laut Bürgermeister Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) ausdrücklich gegen Auftritte von Blaskapellen, sogenannten Trubači. Die Entscheidung sorgte im Gemeinderat für kontroverse Reaktionen, da Kritiker*innen Verfahrensmängel beanstanden und darin Ausdruck kultureller Ausgrenzung sehen, während Befürworter*innen den Schutz der öffentlichen Ordnung und der Weihnachtszeit betonen. Die Abstimmung endete mit 25 Stimmen dafür und sechs dagegen.
Bei der Verleihung der slowenischen "Elle Style Awards" wurde das Ljubljanaer Kulturzentrum Rog in der Kategorie "Elle Green" ausgezeichnet. Der Preis würdigt den ganzheitlichen Ansatz des Zentrums, der Nachhaltigkeit, Kreativität, Design und Technologie miteinander verbindet. Die Jury hob besonders hervor, dass anstelle einer ehemaligen Fahrradfabrik ein modernes, offenes Kreativzentrum entstanden ist. Nachhaltigkeit wird im Kulturzentrum Rog dabei nicht nur ökologisch, sondern als gelebte Philosophie des Zusammenlebens verstanden.
In Slowenien können ab Jänner 2026 Arbeitnehmer*innen ab 58 Jahren oder mit 35 Versicherungsjahren ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren. Dabei erhalten sie 90 Prozent ihres Gehalts bei voller Anrechnung der Pensionsversicherungsbeiträge. Das Modell "80/90/100" soll den Übergang in den Ruhestand schrittweise und sozial abgesichert gestalten. Ziel der Maßnahme ist es, die Erwerbsdauer in Slowenien, die zur kürzesten in der Europäischen Union (EU) und Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zählt, zumindest leicht zu verlängern.
An der Universität Ljubljana begann am 8. Dezember 2025 die traditionelle Universitätswoche mit der Präsentation der bedeutendsten Forschungsleistungen des Jahres. Am Dienstag findet die feierliche Senatssitzung mit der Verleihung der höchsten Auszeichnungen statt, darunter Ehrendoktorate. Weitere Tage sind für Preisverleihungen an Studierende, Mitarbeiter*innen sowie verdiente Professor*innen vorgesehen. Am Ende der Woche werden die höchsten Auszeichnungen für Arbeiten und Leistungen von Studierenden während ihres Studiums – die sogenannten Prešeren-Preise – überreicht. Die Universität feiert heuer außerdem ihren 106. Geburtstag.
Im Kinodvor in Ljubljana eröffnete heute ein Film von Geraldine Ottier das 41. slowenische LGBT-Filmfestival, das als ältestes seiner Art in Europa gilt. Das Festival zeigt 23 Lang- und 24 Kurzfilme aus 34 Ländern, viele davon gesellschaftlich engagiert. Zu den Höhepunkten zählen der Debütfilm "Fantasy" der slowenischen Regisseurin Kukla Kesherovic, "Close to You" mit Elliot Page sowie preisgekrönte internationale Produktionen. Veranstaltungen finden in Ljubljana und anderen slowenischen Städten statt, wobei ein Teil des Programms auch online verfügbar ist.
Anlässlich des UN-Antikorruptionstags beginnt in Slowenien eine Themenwoche, die von der slowenischen Antikorruptionsbehörde organisiert wird. Geplant sind mehrere Veranstaltungen, darunter eine Podiumsdiskussion zum Thema Drehtüreffekt, also dem Wechsel zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Zudem richtet die Behörde eine weitere Diskussion über Integrität als Grundlage für gutes Verwaltungshandeln aus. Für Studierende der Einrichtung Univerza na Primorskem wird eine Informationsveranstaltung organisiert, die den Ablauf von Meldungen und die Rolle der Hinweisgeber*innen kurz erläutert. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen rief den Internationalen Antikorruptionstag ins Leben, um an den 9. Dezember 2003 zu erinnern, an dem in Mexiko die UN-Konvention gegen Korruption unterzeichnet wurde.
Die slowenische Wahlkommission (DVK) hat die Einwände des Senior*innenvereins "Srebrna nit" und mehrerer Wähler*innen zum Referendum über das Gesetz zur Suizidbeihilfe zurückgewiesen. Begründet wurde dies mit fehlender Zuständigkeit für Kampagnen- und Finanzierungsfragen sowie verspätet eingegangenen Beschwerden. Die DVK bestätigte gleichzeitig das Referendumsergebnis, womit das Gesetz abgelehnt wurde. Kritiker*innen, die die offizielle Beschwerde eingereicht haben, bemängeln unzulässige Einflussnahme durch kirchliche und medizinische Organisationen, während Befürworter*innen des Ergebnisses die Abstimmung als klaren Ausdruck des Volkswillens bewerten. Betroffene kündigen nun Klagen vor dem Obersten Gericht an.
Das Verwaltungsgericht in Ljubljana hat vor Kurzem entschieden, dass der Bürgermeister von Ljubljana, Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković), das Referendum über die Erhöhung der Öffi-Fahrpreise nicht hätte ablehnen dürfen. Die oppositionelle Piratenpartei, die die Unterschriften gesammelt hat, fordert nun eine Korrektur des Beschlusses im Gemeinderat. Sollte dieser angepasst werden, könnte das Referendum tatsächlich stattfinden. Zudem verlangen die Piraten eine Rückerstattung für zu viel bezahlte Tickets, da der Beschluss vor Ablauf der gesetzlich festgelegten Frist von 15 Tagen in Kraft getreten ist.
Ab dem 1. Jänner 2026 übernimmt Ljubljana den Vorsitz des europäischen Städtenetzwerks Polis, das sich der Entwicklung nachhaltiger Mobilität verschrieben hat. Die slowenische Hauptstadt wird für ihre Erfolge im Bereich umweltfreundlicher Verkehrssysteme hervorgehoben, darunter das autofreie Stadtzentrum, das Fahrradverleihsystem Bicikelj und die grüne Infrastruktur. Durch den Vorsitz kann Ljubljana künftig aktiv an europäischen Strategien, Projekten und Innovationen im Bereich der Mobilität mitwirken. Auch die Stadt Wien ist Mitglied des Netzwerks.
Mit 1. Dezember 2025 traten in Slowenien umfassende Verbesserungen im Bereich der Langzeitpflege in Kraft. Für viele Bewohner*innen von Pflegeheimen sinken die monatlichen Kosten deutlich, teilweise um mehrere hundert Euro. Neu eingeführt wurde auch eine Geldleistung für informelle Betreuung zu Hause, die Familien entlasten soll. Trotz anhaltender Herausforderungen wie Personalmangel und komplexen Verwaltungsabläufen gilt die Reform als wichtiger Schritt hin zu einer zugänglicheren, finanziell tragbareren und menschenwürdigeren Pflege älterer Menschen. Damit wurde die Langzeitpflegereform nun vollständig umgesetzt.
Die Regisseurin, Autorin und Übersetzerin Ivana Djilas wird neue Direktorin des slowenischen Nationaltheaters Drama Ljubljana. Ihr breites künstlerisches Profil, geprägt durch Migrationserfahrungen, langjährige Theaterarbeit und gesellschaftliches Engagement, bringt sie nun an die Spitze einer zentralen nationalen Kulturinstitution. Ihre Ernennung erfolgt in einer Phase struktureller Erneuerung und organisatorischer Herausforderungen, die eine klare künstlerische Vision und starke Führung erfordern.
Das slowenische Parlament hat das sogenannte Šutar-Gesetz verabschiedet, das nach einem 48-jährigen Mann benannt ist, der kürzlich in Novo mesto tödlich angegriffen wurde. Das Gesetz verschärft mehrere Bestimmungen im Straf-, Gerichts- und Sozialrecht und erweitert die Befugnisse der Polizei deutlich. Künftig kann die Polizei in als sicherheitsgefährdet eingestuften Gebieten technische Mittel wie Foto-, Video- und Audioaufnahmen einsetzen, wenn Leben oder Eigentum gefährdet sind oder eine solche Gefahr wahrscheinlich ist. Das Gesetz beinhaltet außerdem höhere Strafen für Gewalttaten. Die Regierungsparteien sowie Teile der Opposition unterstützten das Gesetz.
Starke Regenfälle, Überschwemmungen und zahlreiche Erdrutsche haben in Westslowenien erhebliche Schäden angerichtet. Besonders betroffen sind abgelegene Dörfer im Gebiet der Goriška brda, die nach den Erdrutschen zeitweise vollständig von der Außenwelt abgeschnitten waren. Einsatzkräfte konnten die Bewohner*innen zwar erreichen, doch die Straßenverbindungen bleiben weiterhin unterbrochen. Die Gemeinde Brda spricht von enormen finanziellen Belastungen und erwartet staatliche Hilfe. Neben Straßen und Brücken sind auch zahlreiche landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Etwa zehn Prozent der rund 1000 Hektar Weinberge wurden laut Behörden zerstört.
Eine Analyse des irischen Unternehmens Boundless zeigt, dass bei einem Bruttogehalt von 60.000 Euro Beschäftigte in Slowenien unter 36 europäischen Ländern den niedrigsten Nettolohn erhalten (28.848 Euro). Hohe Lohnabgaben bremsen laut Expert*innen Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und die Gewinnung internationaler Fachkräfte. Während Arbeitgeber*innenkosten im EU-Vergleich mittelmäßig sind, bleibt Slowenien bei der Nettoentlohnung klar zurück. Manager*innen fordern seit Jahren eine Steuerentlastung, um Produktivität und Standortattraktivität zu erhöhen.
Vor dem Landesmuseum in Klagenfurt wurde ein Transparent mit der Aufschrift "Die Kunst der Partisan*innen ist Mord!" angebracht. Diese Provokation stand im Zusammenhang mit der dortigen Ausstellung über die Kunst des weiblichen Widerstands in Jugoslawien und Kärnten. Der Vorfall wurde sowohl vom slowenischen Außenministerium als auch vom Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser verurteilt. Das slowenische Außenministerium sprach sich gegen die wiederholten Vorfälle in Kärnten aus, die die Grundlagen des vereinten Europas untergraben, und verurteilte die Provokation.
Das heurige Journalismus-Festival "Naprej/Forward" startet in Maribor, zieht weiter nach Nova Gorica und endet Ende November in Ljubljana. In Maribor diskutieren Medienvertreter*innen über verantwortungsvolle Berichterstattung im Gesundheitswesen und zunehmend einseitige Medienlandschaften. In Nova Gorica steht die Kulturberichterstattung im Fokus, besonders im Kontext der Europäischen Kulturhauptstadt. Ljubljana widmet sich Themen wie Srebrenica und Gaza, aber auch jungen Journalist*innen und der Vergabe von Watchdog-Preisen.
Das slowenische Parlament hat am Dienstag mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das die Einführung eines verpflichtenden Weihnachtsgelds für alle Beschäftigten vorsieht. Die Zahlung in Höhe von 639 Euro, was der Hälfte des Mindestlohns entspricht, soll bis spätestens 18. Dezember auf den Konten der Arbeitnehmer*innen landen. Das Geld ist steuer- und abgabenfrei. Unternehmen mit Liquiditätsproblemen dürfen die Prämie bis Ende März 2026 nachzahlen. Finanzminister Klemen Boštjančič (GS – Bewegung Freiheit) betonte, der Bonus solle die Kaufkraft stärken und den sozialen Zusammenhalt fördern. Die Opposition warnte hingegen, die Maßnahme könne Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten zusätzlich belasten und die öffentlichen Finanzen strapazieren. Einige Parteien forderten stattdessen eine Entlastung der Löhne.
Slowenien feierte am 10. November erstmals den Tag der Wissenschaft, um die Bedeutung von Forschung für gesellschaftliche Entwicklung hervorzuheben. Wissenschaftsminister Igor Papič (GS – Bewegung Freiheit) betonte den Beitrag aller Disziplinen und die steigenden Investitionen. Die Mittel für Wissenschaft sind auf 674 Millionen Euro gestiegen und sollen bis 2026 über 700 Millionen Euro erreichen. Premier Robert Golob (GS) betonte in seiner Rede, dass Wissen die Grundlage für Fortschritt sei und KI verantwortungsvoll entwickelt werden müsse. Im Rahmen der Regierungssitzung wurden die Themen Künstliche Intelligenz, Raumfahrtchancen und Wissenstransfer erörtert.
Nach dem Bekanntwerden eines unbefugten Zugriffs auf die personenbezogenen Daten von rund 873.000 Personen in der Datenbank der slowenischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (UVHVVR) ist ihre Direktorin, Vida Znoj, zurückgetreten. Die Daten umfassten Namen, Adressen, eindeutige Identifikationsnummern und Steuernummern aus verschiedenen Registern. Die Datenschutzbehörde hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Gewährleistung der Datensicherheit zu überprüfen. Parallel dazu finden forensische und kriminalpolizeiliche Ermittlungen statt. Bisher liegen keine Hinweise auf einen Missbrauch der Daten vor.
Ein neues Gesetz zur Verbesserung der Studiensituation in Slowenien könnte noch diesen Monat verabschiedet werden. Es sieht eine Erhöhung des Mindeststundenlohns für Studierende um 5,2 Prozent auf 7,74 Euro brutto sowie eine Anhebung der Essenszuschüsse auf 5,05 Euro vor. Zudem sollen die Zuschüsse täglich von 7 bis 24 Uhr nutzbar sein. Stipendien sollen künftig auch im Verlängerungsjahr nach Bachelor oder Master ohne Rückzahlungspflicht erhalten bleiben. Themen wie die Krankenversicherung ab 26 und kostenlose Öffis sollen separat geregelt werden.
Im Rahmen eines Pilotprojekts werden in Slowenien bis 2028 über fünf Millionen Euro aus EU- und Staatsmitteln bereitgestellt, um kostenlose Sportprogramme für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Insgesamt 36 Programme in allen zwölf Regionen sollen den Zugang erleichtern und die soziale Inklusion fördern. Mindestens 1.000 Teilnehmer*innen mit Behinderungen sind vorgesehen. Der Fokus liegt auf fachlicher Betreuung, regionaler Umsetzung und dem Ausbau inklusiver Sportstrukturen.
Die Stadt Ljubljana plant ab dem 1. Januar 2026 höhere Gebühren für die Sondernutzung öffentlicher Flächen. Besonders betroffen seien Gastronom*innen: Die Tagesgebühr für Gastgärten in Fußgänger*innenzonen könnte im Sommer auf einen Euro pro Quadratmeter steigen, 28 Cent mehr als bisher. Auch Film- und Werbedrehs, Veranstaltungen sowie die Nutzung von E-Ladepunkten sollen teurer werden. Die Jahresgebühr für Letztere soll beispielsweise von 100 auf 600 Euro steigen. Die Stadtverwaltung begründet diesen Schritt mit der Inflation und höheren Verwaltungskosten. Die erwarteten Mehreinnahmen für die Stadt belaufen sich auf rund 516.100 Euro jährlich.
Um den
Personalmangel in Mangelberufen zu bekämpfen, will Slowenien Stipendien
einsetzen. Es gibt dabei aber starke Unterschiede zwischen den Ressorts. So
erhalten angehende Soldat*innen deutlich mehr als zukünftige Lehrkräfte oder
Sozialarbeiter*innen. Das Verteidigungsministerium zahlt Studierenden im
Schnitt über 520 Euro monatlich, auf Doktoratsstufe sogar über 650 Euro. Damit
liegen die Militärstipendien rund 50 Prozent über den Stipendien für soziale
Arbeit (350 Euro) und sind fast doppelt so hoch wie die Stipendien im
Bildungsbereich (300 Euro).
Mit dem Krimifest bekommt Ljubljana ein neues Literaturfestival, das ganz dem Kriminalroman gewidmet ist. Es soll zeigen, dass Krimis mehr sind als "leichte Kost". Der Auftakt fand am 29. Oktober im Kino Slovenska Kinoteka statt, unter anderem mit der Aufführung des angeblich ersten slowenischen Kriminalfilms "Eine Minute für den Mord". Vom 6. bis 9. November folgen Lesungen, Fachgespräche zu realen Ermittlungen, ein Krimi-Quiz, eine Pop-up-Buchhandlung und eine Buch-Tauschbörse. Das soll dem Genre mehr Anerkennung zu verschaffen.
Der neue kommunale Raumordnungsplan von Ljubljana sieht Anpassungen für die Außenwerbung vor. So sollen Plakate auf Baugerüsten und -zäunen verboten werden. Zudem sollen Mindestabstände zwischen Werbetafeln sowie mehr Platz für Fußgänger*innen eingeführt werden. Kritiker*innen bemängeln jedoch, dass bereits bestehende Regeln schlecht umgesetzt werden und die Änderungen lediglich in der Theorie existieren.
Mit der neuen Verkehrsstrategie wird das Parken in Ljubljana deutlich teurer. In der teuersten Zone 1 kostet eine Stunde künftig 1,70 Euro, in Zone 2 einen Euro und in Zone 3 70 Cent. Auch die kommunalen Parkplätze hinter Schranken werden um 30 Cent teurer. Bisher kostete das Parken für eine Stunde 1,20 Euro, künftig werden es 1,50 Euro sein. Auf allen kommunalen Parkplätzen wird der Preis zwischen 22 Uhr und 6 Uhr um 100 Prozent erhöht – statt zwei Euro werden künftig vier Euro fällig. Die Opposition steht dieser Maßnahme kritisch gegenüber, da der öffentliche Nahverkehr ihrer Ansicht nach derzeit nicht effizient genug ist, um eine Alternative zu Privatfahrzeugen darzustellen.
Eine Sonderkommission des österreichischen Innenministeriums hat bestätigt, dass die Polizeiaktion auf dem Peršmanhof rechtswidrig und unverhältnismäßig war. Zwar richtete sie sich nicht direkt gegen die slowenische Minderheit, doch sie zielte auf die Erhebung persönlicher Daten der Teilnehmer*innen eines antifaschistischen Camps ab. Die Kommission fordert Disziplinarmaßnahmen sowie eine bessere Schulung zum Thema historische Orte. Die slowenische Staatspräsidentin Nataša Pirc Musar (parteilos) begrüßt die klaren Feststellungen, erwartet jedoch systematische Maßnahmen und eine offizielle Entschuldigung – auch angesichts der zunehmenden Intoleranz gegenüber der slowenischen Minderheit. Auch die slowenische Außenministerin Tanja Fajon (SD – Sozialdemokraten) würdigte die gründliche Untersuchung. Sie betont jedoch, dass es entscheidend sei, welche konkreten Schritte folgen, um das Vertrauen und die bilateralen Beziehungen zu stärken.
Die Piratenpartei hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Stadt Ljubljana eingereicht, um die Entscheidung von Bürgermeister Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) anzufechten, der ihre Initiative für ein Referendum gegen die Erhöhung der Öffi-Ticketpreise abgelehnt hatte. Der Bürgermeister argumentiert, dass der Beschluss des Stadtrats ein Einzelfallgesetz sei, also kein allgemein geltender Rechtsakt. Daher sei ein Referendum laut Gesetz unzulässig. Die Piratenpartei widerspricht und argumentiert, dass die Ticketpreise alle Fahrgäst*innen gleichermaßen beträfen. Sie verurteilt die Preiserhöhung als ungerechtfertigt angesichts sinkender Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel und kritisieren die Verkehrspolitik der Stadt, die zu Staus und schlechter Luft beitrage.
Am 21.
Oktober begann in Portorož das 28. Festival des slowenischen Films (FSF), bei
dem insgesamt 101 Filmvorführungen geplant sind. Eröffnet wurde das Festival mit
dem Spielfilm Skriti ljudje vom slowenischen Regisseur Miha Hočevar. Außerdem
stehen Vorführungen der ersten zwei vom Slowenischen Filminstitut ko-finanzierten
TV-Serien an. Neben Filmvorführungen bietet das Festival Gespräche, Workshops
und endet am Sonntag mit der Verleihung der Vesna-Preise, der höchsten
jährlichen Auszeichnung Sloweniens für Leistungen im Bereich der Filmkunst.
Der Gemeinderat von Ljubljana hat die Verkehrsstrategie bis 2032 verabschiedet, die nachhaltige Mobilität fördern und den Anteil öffentlicher Verkehrsmittel stärken soll. Trotz Zustimmung kritisierten Oppositionsabgeordnete fehlende Fortschritte und widersprüchliche Maßnahmen, etwa den gleichzeitigen Ausbau von Straßen und Parkplätzen. Ziel sei eine CO2-neutrale Stadt mit kurzen Wegen und sicherem Fuß- und Radverkehr. Zudem wurden auch Aktualisierungen des städtischen Raumordnungsplans verabschiedet, die einen Ausbau der Ringstraße und Parkplätze in der Stadt vorsehen.
Beim
Wirtschaftsgipfel in Brdo pri Kranju forderten slowenische Unternehmer*innen
die Regierung auf, das Entwicklungsprogramm "Made in Slovenia 2035"
zu verabschieden. Das von der slowenischen Wirtschaftskammer erarbeitete
Konzept umfasst 88 Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und
strategischen Autonomie des Landes. Es soll bis 2035 das Bruttoinlandsprodukt
um 48 Prozent steigern, 19,2 Milliarden Euro an Investitionen anstoßen und
55.000 hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Regierung und Wirtschaft wollen
damit ein neues, langfristiges Entwicklungsmodell etablieren.
Die Stadt Ljubljana ruft Bürger*innen dazu auf, Fichten aus ihrem Umfeld für die Weihnachtsdekoration auf einem der zentralen Plätze im Innenstadt zu spenden. Gesucht sind Bäume, die ihren Lebenszyklus bereits abgeschlossen haben und gut zugänglich sind. Kriterien wie Form, Dichte und Höhe spielen bei der Auswahl eine Rolle. Nach den Feiertagen werden die Fichten fachgerecht recycelt. Damit will die Stadt festliche Stimmung schaffen und zugleich auf nachhaltige Ressourcennutzung setzen.
Der sechstägige Besuch von 17 Vertreter*innen der Stadt Ljubljana und neun Leiter*innen öffentlicher Einrichtungen bei der Expo 2025 in Osaka sorgt für Kritik. Mit Reisekosten von rund 75.000 Euro werfen selbst Personen aus dem Umfeld von Bürgermeister Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) der Stadt "Ausflugstourismus" und eine "Belohnung für treue Mitarbeitende" vor. Für Stirnrunzeln sorgte zudem, dass zwei Delegierte – darunter Vizebürgermeister Boštjan Koritnik (LZJ) – beim offiziellen Empfang auf der Expo 2025 eine Partie Tarock spielten, was Beobachter*innen als unangebracht bezeichneten.
Trotz einer Sommerpreiserhöhung von rund 13 Prozent gehört Ljubljana weiterhin zu jenen europäischen Hauptstädten mit günstiger Stromversorgung – im September lag der Preis bei 19,77 Cent pro Kilowattstunde und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Preise für Erdgas in Ljubljana gehören jedoch mit 10,64 Cent pro Kilowattstunde zu den höchsten innerhalb der EU. Dies wird noch deutlicher, wenn bei dem Preis die Kaufkraft der Bevölkerung berücksichtigt wird.
Vom 8. bis 12. Oktober steht Ljubljana ganz im Zeichen des internationalen Comicfestivals Tinta. Das größte slowenische Comic-Event lädt zu Ausstellungen, Workshops, Filmvorführungen und einen großen Comicmarkt ein. Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf den Werken des französischen Künstlers Benjamin Renner (Ernest & Celestine) und der dänischen Autorin Rikke Villadsen. Das Festival fördert internationale Kooperationen und kreative Austauschprogramme mit der französischen Stadt Angoulême.
In Ljubljana fanden zeitgleich zwei gegensätzliche Kundgebungen zum Thema Abtreibung statt. Beim "Marsch für das Leben" auf dem Prešeren-Platz forderten Gegner*innen von Abtreibung den Schutz menschlichen Lebens ab der Empfängnis. Zeitgleich demonstrierten auf dem nahegelegenen Kongresni trg Befürworter*innen von Selbstbestimmung unter Slogans wie "Hände weg von meiner Gebärmutter". Sie betonten das verfassungsrechtlich garantierte Recht von Frauen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden. Beide Demonstrationen verliefen friedlich, die Polizei sorgte für die Trennung der Gruppen.
Beim Parteitag der slowenischen Koalitionspartei die Linke (Levica) kündigte die Koordinatorin und aktuelle Kulturministerin Asta Vrečko eine engere Zusammenarbeit mit der grünen Partei Vesna (Vesna) bei den kommenden Wahlen an. Vrečko betonte die bisherigen sozialen und ökologischen Erfolge der Partei, sowie die Bedeutung einer starken Linken für eine gerechte und grüne Zukunft. Gemeinsam mit Arbeitsminister Luka Mesec (Levica) stellte sie eine Doppelspitze und ein Programm für soziale Sicherheit, öffentliche Dienstleistungen und Klimaschutz vor. Beide Parteien wollen auf einer gemeinsamen Liste antreten.
Die Initiator*innen des Volksbegehrens gegen das Gesetz zur freiwilligen Lebensbeendigung haben über 43.000 Unterschriften in Slowenien gesammelt. Damit haben sie ein Volksbegehren ausgelöst. Sie kritisieren das Gesetz als unmenschlich und fordern stattdessen eine bessere Palliativversorgung, sowie soziale Unterstützung für schwerkranke Patient*innen. Premierminister Robert Golob (GS – Bewegung Freiheit) geht jedoch davon aus, dass die Wähler*innen das Gesetz erneut bestätigen werden, da es bereits 2024 eine Mehrheit dafür gab. Das Volksbegehren könnte voraussichtlich Ende November stattfinden. Während die Initiator*innen vor Missbrauch und "Vergiftung von Patient*innen" warnen, sehen Befürworter*innen das Gesetz als Ausdruck von Mitgefühl, Würde und Wahlfreiheit für unheilbar Kranke. Kritiker*innen werfen den Initiator*innen vor, die Wähler*innen zu ignorieren und politischen Druck auf die Leidenden auszuüben.
Die Stadt Ljubljana stellt ihre Stipendienpolitik neu auf: Künftig liegt der Fokus auf Firmenstipendien für Studierende. Die Stipendiat*innen verpflichten sich, nach Abschluss ihrer Ausbildung für die gleiche Anzahl von Jahren, für die sie das Stipendium erhalten haben, eine Anstellung in der Stadtverwaltung oder in einem städtischen Unternehmen anzunehmen. Insgesamt werden 90 solcher Stipendien vergeben, darunter 20 für angehende Hausärzt*innen, zehn für Kinderärzt*innen und zehn für Pharmaziestudierende. Studierende mit Stipendium erhalten bis zu 600 Euro monatlich. Weitere Stipendien gibt es für Bauwesen, Architektur, Recht, Informatik und technische Berufe.
In Ljubljana fand am 30. September eine Hausdurchsuchung bei Ex-Innenminister Aleš Hojs statt, zurzeit Vizepräsident der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS). Er selbst machte den Einsatz auf X öffentlich und deutete politische Motive an. Laut slowenischen Medien handelt es sich um Ermittlungen des Sonderreferats der Staatsanwaltschaft für Amtsträger mit besonderen Befugnissen, Details werden wegen Geheimhaltung nicht genannt. Auch SDS-Chef Janez Janša sprach von politischer Repression. Hojs soll der Zusammenarbeit mit einem montenegrinischen Mafia-Clan verdächtigt worden sein.
In Slowenien steigen die Lebensmittelpreise erneut stark an, besonders bei Rindfleisch. Ministerpräsident Robert Golob (GS ‒ Bewegung Freiheit) kündigte mögliche staatliche Eingriffe an, nachdem frühere Maßnahmen wie die "Warenkorb-Kontrolle" scheiterten. Expert*innen warnen vor solchen ad-hoc-Regulierungen, weil sie potentiell mehr Schaden als Nutzen bringen würden. Handelsverbände fürchten leere Regale und betonen, dass Wettbewerbsfähigkeit und Herkunftssicherung wichtiger seien als Preisdiktate.
Mehr als 50 slowenische Unternehmen haben sich der Initiative SloH2U angeschlossen, der größten nationalen Wasserstoffplattform. Ziel sei die Dekarbonisierung von Industrie, Energie und Verkehr sowie der Aufbau von Infrastruktur für erneuerbare Gase. Bis 2030 sollen mindestens 10 Prozent grüner Wasserstoff oder Biomethan ins Netz eingespeist werden. Die Initiative vernetzt Forschung, Unternehmen sowie Politik und soll Slowenien als Teil des europäischen Wasserstoff-Korridors positionieren. Herausforderungen bleiben Preis und Infrastruktur, doch die Industrie zeigt großes Interesse.
Um den Verkehr in besonders sensiblen Bereichen, etwa vor Schulen und Kindergärten, zu entlasten, führt die Stadt Ljubljana neue Kurzhalteplätze für Kraftfahrzeuge ein. An diesen Plätzen sollen Fahrer*innen sicher anhalten können, ihre Kinder oder Mitfahrer*innen aussteigen lassen und dann ihre Fahrt fortsetzen, ohne den Verkehrsfluss zu stören. Zuvor führten plötzliches Halten oder Falschparken oft zu gefährlichen Situationen. Das Ziel besteht darin, die Sicherheit von Kindern, Eltern und anderen Verkehrsteilnehmer*innen zu erhöhen und den Verkehr rund um Bildungseinrichtungen flüssiger zu gestalten. Die neue Verkehrsregelung soll bis Ende des Monats an 23 Standorten mit gesonderten Schildern eingerichtet werden.
In Ljubljana soll bis 2028 ein neuer zivil-militärischer Anbau an das Krankenhaus Dr. Peter Držaj entstehen. Das 87-Millionen-Euro-Projekt umfasst 160 Betten, vier OP-Säle, eine Intensiv- und Isolierstation, Notaufnahme, Garage und einen Hubschrauberlandeplatz. In Friedenszeiten dient es als reguläre Klinik, in Krisen als nationales Gesundheitszentrum für Notlagen. Kritiker*innen zweifeln am ambitionierten Zeitplan, weil der Baubeginn erst für 2026 vorgesehen ist. Das Projekt soll die Kapazitäten der Region deutlich erhöhen und die Notaufnahme des Universitätsklinikums Ljubljana entlasten.
Vom 30. September bis 2. Oktober findet im Kulturzentrum Cankarjev dom in Ljubljana das 24. Festival für das dritte Lebensalter als das größte Event für Senior*innen in Slowenien und eines der führenden Europas statt. Über 3.000 Mitwirkende gestalten rund 360 Bildungs-, Fach- und Kulturveranstaltungen unter dem Motto "Wir sind eine Generation". Ehrengast ist der slowenische Premierminister, der das Festival eröffnet. Als Höhepunkte sind Diskussionen zu Alter, Pflege, Demenz, Rentenreform und Unternehmertum sowie über 140 kulturelle Auftr itte geplant.
Die slowenische Regierung hat am 25. September Israels Premierminister Benjamin Netanjahu für im Land unerwünscht erklärt. Offiziell wurde damit auch ein Einreiseverbot über ihn verhängt. Slowenien ist das erste Land weltweit, das Netanjahu offiziell ablehnt. Zuvor waren Sanktionen gegen den israelischen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, und den Finanzminister, Bezalel Smotrich, wegen menschenverachtender Äußerungen verhängt worden. Slowenien begründete diesen Schritt mit laufenden Gerichtsverfahren, einer Untersuchung der Vereinten Nationen zu Völkermord in Gaza und kündigte zugleich eine Unterstützung von 1,2 Millionen Euro für die Palästinensische Autonomiebehörde an. Slowenien wurde zu dieser Hilfsinitiative der internationalen Koalition zur Sicherung der finanziellen Tragfähigkeit der palästinensischen Verwaltung offiziell eingeladen, die von Frankreich, Norwegen, Spanien und Saudi-Arabien ins Leben gerufen wurde.
Das slowenische Parlament hat eine Erklärung zum "Aufstieg des Rechtextremismus in Europa" verabschiedet. Ziel sei, vor der wachsenden Stärke rechtsextremer Parteien und Gruppen zu warnen sowie Gegenmaßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene vorzuschlagen. Eingebracht wurde die Erklärung von Parlamentspräsidentin Urška Klakočar Zupančič (GS ‒ Bewegung Freiheit). Unterstützt wurde sie von Koalitionsparteien GS und Sozialdemokraten (SD), während andere Fraktionen im Parlament Kritik äußerten. Die größte Oppositionspartei, die Slowenische demokratische Partei (SDS), boykottierte die Debatte und die Abstimmung vollständig.
Ende August hat das kroatische Bildungsministerium erstmals einen Lehrplan für das Fach Slowenische Sprache und Kultur an Grund- und Mittelschulen eingeführt. Der Unterricht umfasst Sprache, Literatur, Geschichte, Geografie sowie Musik- und bildende Kunst und richtet sich an Kinder der slowenischen Minderheit und Interessierte. Vertreter*innen der slowenischen Gemeinschaft sehen darin eine wichtige rechtliche Anerkennung und systematische Absicherung. Auf Basis des Lehrplans sollen künftig auch eigene Lehrbücher entstehen. Ziel ist die Stärkung von Identität und Toleranz sowie der kroatisch-slowenischen Beziehungen.
Das 16. Festival des Migrant*innenfilms (FMF) startete am 22. September in Ljubljana und fünf weiteren slowenischen Städten. Gezeigt werden 24 Filme aus 21 Ländern sowie ein Begleitprogramm mit 19 Gäst*innen. Thematisch stehen Frauen im Kontext der Migration, illegale Rückführungen, die Ausbeutung von Arbeitsmigrant*innen und die Lage in Gaza im Fokus. Ziel bleibt es, Geschichten von Geflüchteten und Migrant*innen sichtbar zu machen. Die Veranstaltungen sind großteils kostenlos und finden in Kinos, Kulturzentren und Hochschulen statt.
Der Gemeinderat von Ljubljana hat am 22. September für die Erhöhung des Bustickets gestimmt. Der Preis für Einzelfahrtkarten soll von 1,30 auf 1,50 Euro steigen. Die Preiserhöhung gilt ab dem 1. Oktober. Die Preise für Monats- und Jahreskarten bleiben unverändert. Die Stadt und das Öffi-Unternehmen LPP begründen den Schritt mit gestiegenen Betriebskosten, während viele Bürger*innen in sozialen Medien Unverständnis äußern und meinen, dass die Belastung vor allem gelegentliche Fahrgäst*innen trifft. Oppositionelle Abgeordnete im Gemeinderat kritisierten, dass damit der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) unattraktiver werde, anstatt mehr Menschen vom Umstieg vom Auto auf den Bus zu bewegen.
Das slowenische Parlament hat die Pensionsreform mit 49 Stimmen angenommen. Die Reform erhöht das Pensionsalter, den Berechnungszeitraum und ändert die Anpassungsformel, während der Prozentsatz steigt. Mit der Novelle wird das erforderliche Pensionsalter ab 2028 um drei Monate pro Jahr angehoben und beträgt ab 2035 für Personen mit 40 Beitragsjahren 62 Jahre und für Personen mit mindestens 15 Beitragsjahren 67 Jahre. Die Koalition betont die Nachhaltigkeit und verweist auf höhere Renten, die Opposition warnt hingegen vor sinkender Kaufkraft und beklagt gebrochene Versprechen. Gewerkschaften und Teile der Zivilgesellschaft erwägen ein Referendum, falls zentrale Forderungen ignoriert werden. In der Öffentlichkeit wird vor allem das höhere Pensionsalter kritisch gesehen, während der angekündigte Winterzuschuss Zustimmung findet.
Ljubljana hat für ihr historisches Zentrum einen Ethikkodex verabschiedet, der Händler*innen, Gastronomen, Hoteliers, Reiseveranstalter*innen und Stadtführer*innen anspricht. Ziel ist es, gesetzliche Vorgaben und Erwartungen zum Schutz der Anwohner*innen, des Kulturerbes und der Natur zu bündeln. Manche Bewohner*innen sehen darin vor allem eine Orientierung für Tourist*innen, andere loben die Ausgewogenheit zwischen Lebensqualität und lebendigem Tourismus. Die Einwohner*innen der Altstadt äußern sich kritisch über den Mangel an Geschäften für den täglichen Bedarf sowie über die zunehmende Anzahl von Souvenirläden. Ihrer Meinung nach entsprechen diese nicht dem traditionellen und kulturellen Geist der Altstadt von Ljubljana.
Die oppositionelle Partei Neues Slowenien (NSi) hat den früheren Infrastrukturminister Jernej Vrtovec zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er erhielt beim Parteitag 294 von 346 Stimmen und kündigte an, die NSi auf die Parlamentswahl 2026 vorzubereiten und danach eine entwicklungsorientierte Koalition zu bilden. Priorität soll die Wirtschaft haben. Vrtovec folgt auf Matej Tonin, der im Juni zurücktrat. Ex-Chefin und Abgeordnete des Europäischen Parlaments Ljudmila Novak kehrt ins Exekutivkomitee zurück. Vor dem Parteitag gab es Ermittlungen und Vorwürfe zu verdeckter Finanzierung, die die NSi zurückweist.
Die slowenische Regierung hat Milorad Dodik, dem abgesetzten Präsidenten der Republika Srpska, die Einreise verboten. Grund sind laut Medien Hinweise auf Kapitaltransfers zweifelhafter Herkunft aus Bosnien und dem Westbalkan nach Slowenien sowie Dodiks separatistische Politik und die Missachtung von Urteilen des bosnischen Verfassungsgerichts. Der Beschluss fiel einstimmig, wobei die Maßnahme seine Familie nicht betrifft. Beobachter*innen halten weitere Sanktionen gegen Personen aus der Region für möglich. Als Gegenmaßnahme hat die Republik Srpska der Außenministerin Tanja Fajon (SD – Sozialdemokraten) und der Staatspräsidentin Nataša Pirc Musar (parteilos) die Einreise in die Republika Srpska untersagt.
In
Ljubljana fand das erste Reparaturfestival der Jugendinitiative Mladi zmaji
statt. Unterstützt von Mentor*innen sollten Jugendliche dabei Textilien, Möbel
und Elektrogeräte reparieren. Das Ziel war, Reparaturen als einfache und
unterhaltsame Tätigkeiten zu präsentieren, Abfall zu reduzieren und
Selbständigkeit zu fördern. Neben Computern wurden etwa Möbelstücke und
Haushaltsgeräte instandgesetzt. Das Projekt soll künftig noch mehr Studierende
und Jugendliche ansprechen.
Mit dem Kompetenzzentrum KC Čip.si hat Slowenien ein neues Zentrum für Halbleiter- und Chiptechnologien eröffnet. Ziel sei, Wissen und Innovation zu fördern, Unternehmen Zugang zu moderner Technologie zu ermöglichen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das Zentrum soll Forschung und Wirtschaft verbinden, kleine und mittlere Firmen unterstützen und zur digitalen Souveränität Europas beitragen. Es gilt als wichtiger Schritt, um Slowenien im globalen Chipsektor sichtbarer zu machen.
Die slowenische Schafzucht ist durch die von Mücken übertragene Blauzungenkrankheit, für die zurzeit kein Heilmittel vorhanden ist, in eine schwere Krise geraten. Tausende Schafe sind bereits verstorben, auch autochthone Rassen sind bedroht. Einige Züchter*innen haben bis zur Hälfte ihrer Herden verloren. Zusätzlich gibt es Probleme bei der Beseitigung der Kadaver. Der Staat plant eine verpflichtende Impfung aller Schafe und Rinder in der nächsten Saison. Gegen den Serotyp 8 gibt es derzeit keine wirksamen Maßnahmen.
Mit der Gründung des Instituts AI-D tritt Slowenien in eine neue Phase der KI-Entwicklung ein. Es ist die erste unabhängige Organisation des Landes, die Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Bereich Künstliche Intelligenz vernetzt. Das Institut fördert verantwortungsvolle, inklusive und nachhaltige KI und unterstützt Unternehmen, Bildung und Forschung. Geplant sind auch ein Forschungsinkubator, Bildungsprogramme und ein internationales KI-Festival. Ziel ist es, Sloweniens Rolle als regionales Innovationszentrum zu stärken.
In Slowenien beginnt das Schuljahr mit einem historischen Tiefstand an Erstklässler*innen. Erstmals seit über zehn Jahren gibt es weniger als 20.000 Schüler*innen in den ersten Klassen. Insgesamt besuchen 190.001 Kinder die Grundschule. Während Bildungsminister
Vinko Logaj (GS ‒ Gibanje Svoboda) daran erinnerte, dass Kinder das größte
gesellschaftliche Gut darstellen, kämpfen die Schulen mit akutem
Lehrkräftemangel. Über 500 Stellen bleiben unbesetzt, das führt dazu, dass Schulleitungen
mittlerweile Personal über soziale Netzwerke suchen.
Beim 20. Bled Strategic Forum in Slowenien, das am 1. und 2. September 2025 stattfand, kamen über 2.000 Teilnehmer*innen zusammen, darunter mehrere Staats- und Regegierungschef*innen. Im Mittelpunkt standen globale Konflikte, Krisen und die Erosion der internationalen Ordnung. Diskutiert wurde über Frieden, Sicherheit, EU-Erweiterung, die Rolle Europas in der Welt sowie Herausforderungen wie Desinformation und den Missbrauch Künstlicher Intelligenz. Begleitet wurde das Forum von zahlreichen bilateralen Treffen, die sich vor allem auf die Ukraine, Gaza, den Westbalkan und internationale Zusammenarbeit konzentrierten.
Das Literaturfestival Vilencia feiert heuer seine 40. Ausgabe und ehrt den bulgarischen Schriftsteller Georgi Gospodinov mit dem
Hauptpreis. Die Jubiläumsveranstaltungen beleuchten vier Jahrzehnte Literatur und
Gesellschaft in Mitteleuropa. Das Festival würdigt zudem Gründer Aleksander
Peršolja und setzt Schwerpunkte auf katalanische Literatur sowie neue Formen
literarischer Begegnungen in Slowenien.
Die Europäische Umweltagentur (EEA) stufte
Ljubljana unter die zehn Prozent der Städte mit der schlechtesten Luftqualität in
Europa ein (Platz 709). Besonders problematisch sind Stickstoffdioxid und Ozon.
Bürgermeister von Ljubljana Zoran Janković (LZJ ‒ Liste Zoran Janković)
reagierte skeptisch und verwies auf Daten der slowenischen Umweltagentur Arso,
die seiner Meinung nach eine Verbesserung zeigen. Die EEA betont jedoch, dass
trotz gewisser Fortschritte das Gesundheitsrisiko hoch bleibt. Ljubljana wurde
in die höchste Risikokategorie für durch Luftverschmutzung verursachte
Sterblichkeit eingestuft.
Am 25. August richteten Slowenien und die palästinensische Autonomiebehörde einen Dialog- und Kooperationskanal ein. Außenministerin Tanja Fajon (SD – Sozialdemokraten) und die Außenministerin der palästinensischen Autonomiebehörde, Varsen Aghabekian, unterzeichneten ein Memorandum, das regelmäßige Gespräche und eine konkrete Zusammenarbeit vorsieht. Aghabekian dankte Slowenien für die im Juni 2024 erfolgte Anerkennung Palästinas und betonte die Bedeutung für die Zwei-Staaten-Lösung. Während Fajon weitere Maßnahmen mit Partnerstaaten prüft, fordert die slowenische Zivilgesellschaft zusätzliche Schritte – wie etwa, sich der Klage Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) anzuschließen.
Die Arbeitslosenquote in Slowenien sank im zweiten Quartal auf 3,2 Prozent – den niedrigsten Wert seit Beginn der Messungen seit Bestehen des Landes. Dennoch verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen leicht, vor allem wegen verstärkter Pensionierungen. Zugleich stieg der Anteil ausländischer Arbeitskräfte auf zwölf Prozent aller Erwerbstätigen. Diese ausländischen Arbeitskräfte kommen im Übrigen vorwiegend aus Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo. Zwei Drittel der inaktiven Bevölkerung waren Pensionist*innen, deren Zahl im Jahresvergleich zunahm.
Das slowenische Kulturministerium hat das Schnapsbrennen in das Register des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Schnapsbrennen ist in ganz Slowenien verbreitet, variiert jedoch je nach Region, Technik und verwendeten Obstsorten. Gebrannt wird meist im Herbst und Winter, traditionell in Kupferkesseln. Das Schnapsbrennen hat nicht nur handwerkliche und wirtschaftliche Bedeutung, sondern ist auch ein soziales Ereignis und Teil der regionalen Identität. Im Register sind derzeit 134 Einträge verzeichnet.
Kurz vor Schulbeginn organisierte eine zivilgesellschaftliche Initiative in Ljubljana eine Tauschbörse für Schulmaterialien, um Familien, die die hohen Kosten nur schwer tragen können, zu entlasten. Eltern berichteten, dass viele Dinge kaum genutzt würden, weshalb das Weitergeben sinnvoll sei. Besucher*innen brachten eigene Gegenstände mit und konnten im Gegenzug benötigte Artikel wie Stifte, Blöcke oder Farben auswählen. Am Samstag folgt zudem in Bled ein Festival der Wiederverwendung. Bei Workshops, Vintage-Märkten und Reparaturstationen wird dort gezeigt, wie Nachhaltigkeit und finanzielle Erleichterung Hand in Hand gehen.
Die Universität Ljubljana beendet die Zusammenarbeit mit israelischen Universitäten und Institutionen. Grund sind die eskalierenden humanitären Bedingungen in Gaza sowie Berichte über Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverstöße durch das israelische Militär. Der Senat beschloss, keine neuen Projektkonsortien mit israelischer Beteiligung einzugehen und fordert zudem die slowenische Regierung auf, einen Stipendienfonds für palästinensische Studierende an der Universität Ljubljana einzurichten.
Das internationale Kunstfestival Mladi levi in Ljubljana widmet sich heuer der Zukunft und Vergangenheit und rückt junge Künstler*innen in den Fokus. Viele Projekte entstanden im Studienkontext, darunter Stücke von Aljoša Lovrić Krapež und Filip Mramor. Dazu kehren auch etablierte Künstler*innen wie Ivana Müller, DISKOlektiv oder Maja Delak zurück. Das Festival ist nicht nur eine Reihe von Aufführungen, sondern auch ein Gemeinschaftsraum, verbunden mit lokalen Institutionen. Insgesamt sind 29 öffentliche Veranstaltungen geplant.
Vom 7. bis 10. August wurde Ljubljana zum Treffpunkt für Kunstschaffende und Umweltbewusste. Das internationale Recycling- und Do-it-yourself-Kunstfestival "Reciklart" widmete sich diesmal der am schnellsten wachsenden Abfallgruppe – dem Elektroschrott. In einer vorausgehenden Künstler*innenkolonie arbeiteten Studierende der Bildenden Künste aus mehreren Ländern unter Anleitung erfahrener Mentor*innen an kreativen Projekten. Die entstandenen Werke setzten sich nicht nur künstlerisch mit der Problematik von Elektroschrott auseinander, sondern förderten auch den internationalen Austausch, in diesem Jahr vor allem mit Serbien. Das Festival bot Ausstellungen, Kreativworkshops, Konzerte sowie Theater- und Zirkusvorstellungen – und zeigte, wie Abfall durch Kreativität eine neue Bedeutung bekommen kann.
Die slowenische Regierung hat ein Waffenembargo gegen Israel beschlossen und damit ein starkes politisches Signal gesetzt, da es sich hierbei um den ersten EU-Mitgliedsstaat handelt, der ein derartiges Waffenembargo beschließt. Das Verbot umfasst die Einfuhr, die Ausfuhr und den Transit von Waffen. Dadurch soll Israels Vorgehen im Gazastreifen verurteilt und der Druck auf die Regierung Netanjahu erhöht werden. Praktisch bleibt der Schritt jedoch weitgehend folgenlos, da es schon seit 2023 kaum Waffenhandel zwischen Slowenien und Israel gibt. Symbolisch ist diese Entscheidung dennoch bedeutsam, weil sie Sloweniens Positionierung innerhalb der Europäischen Union (EU) unterstreicht und andere Mitgliedsstaaten zum Handeln bewegen könnte. Kritiker*innen bemängeln jedoch Ausnahmen, insbesondere den fortgesetzten Erwerb von Spike-Panzerabwehrsystemen, die auf israelischer Technologie basieren, aber als europäische Produkte gelten. Ministerpräsident Robert Golob (GS – Bewegung Freiheit) verteidigte die Entscheidung als Teil einer umfassenderen Strategie und kündigte weitere politische Initiativen an.
Beim Saisonauftakt der Kärntner Landesliga am 2. August erhielt in der Partie SAK Klagenfurt (Slovenski atletski klub Celovec) gegen Atus Ferlach der Torwarttrainer des SAK vom Schiedsrichter eine gelbe Karte, weil er Slowenisch mit einem Gegenspieler gesprochen hatte. Da der Fußballverband eigentlich keine Sprachvorgaben macht, sorgt dieses Vorgehen für Aufsehen. Das slowenische Außenministerium, das Kulturministerium und das Amt für Slowenen im Ausland reagierten mit scharfer Kritik und bekundeten ihre Solidarität mit der slowenischen Minderheit in Österreich. Der Fall wird als weiteres Zeichen mangelnder Toleranz gegenüber der slowenischen Sprache in Kärnten gewertet.