Die Budapester Gesellschaft für Heil- und Thermalbäder (BGYH) hat eine Studie durchgeführt, die 49 Abschnitte entlang der Donau in Budapest nach Machbarkeit und Größe kategorisiert. Dabei wurden potenzielle neue Strandflächen, bestehende Bademöglichkeiten und ausgewiesene Schwimmbereiche analysiert. Aktivist*innen von Valyo, dem Verein "Stadt und Fluss", haben alle Standorte auf einer Karte verzeichnet, an denen in der nächsten Zeit neue Badeplätze oder Strände entstehen könnten. Die Studie betont, dass die Badeplätze besonders dann in den Alltag der Stadtbewohner*innen integriert werden könnten, wenn sie in der Nähe beliebter Freizeitorte liegen und mit diesen kombiniert genutzt werden – zum Beispiel neben Parks oder Promenaden. Zu den möglichen Donau Orten zählen die Palotai-Bucht, die Palotai-Insel, der nördliche Teil der Óbudai-Insel sowie ein Abschnitt bei der Újpester Eisenbahnbrücke.
Die Bürger*innen Budapests können aktiv an der zukünftigen Nutzung der Rákosrendező-Brachfläche mitwirken, indem sie bis zum 15. März Vorschläge für eine vorübergehende Park- und Erholungsnutzung des Gebiets einreichen können. Bereits im September 2025 hatte die Stadt Budapest den internationalen zweistufigen städtebaulichen Wettbewerb "Rákosrendező Masterplan – Urbanistik- und Freiraumentwicklungsplanung" gestartet, um ein umfassendes Masterplan-Konzept für das rund 150 Hektar große Areal zu entwickeln. Die zweite Wettbewerbsphase endete am 10. Februar 2026 mit insgesamt 14 eingereichten Projekten, die vielfältige und kreative Ansätze für das Gelände präsentieren. Die Jury, in der unter anderem Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) und Dávid Vitézy (parteilos), Gemeinderatsmitglied und ehemaliger Staatssekretär für Verkehr vertreten sind, wird am 31. März das Siegerkonzept bekanntgeben. Parallel dazu beginnt die Planung der temporären Nutzung, für die Bürger*innen Ideen zu Hundezonen, Veranstaltungsflächen, Gemeinschaftsgärten, Grillplätzen oder kreativer Nutzung leerstehender Gebäude einbringen können. Auf Basis der Rückmeldungen sind für März und April zwei bis vier gemeinschaftliche Workshops vorgesehen, in denen Teilnehmende gemeinsam mit Planer*innen arbeiten werden. So können die Budapester*innen aktiv die Entwicklung ihres Stadtteils mitgestalten, bevor das großangelegte Umbauprojekt startet.
Das langfristige Ziel der Stadt Budapest ist, ein Wohnraumsystem zu betreiben, das stabil, flexibel und für alle Bewohner*innen der Stadt würdig und leistbar ist. Ein Instrument hierfür ist das im Rahmen einer Kofinanzierung durch die Europäische Union (EU) umgesetzte Projekt "Affordable Housing (AHA) Budapest". Im Zuge dieses Projekts wird in Újpest, dem vierten Bezirk Budapests, ein ehemaliges Schulgebäude in ein Wohnhaus umgewandelt. Nach einem mehrjährigen Vorbereitungs- und partizipativen Planungsprozess begann im Jänner der Abriss des seit 2007 ungenutzten Schulgebäudes in der Baross-Straße, in den kommenden Monaten folgen die Bauarbeiten. Ziel des Projekts ist es, im Gebäude 26 moderne, energieeffiziente Wohnungen für Familien zu schaffen, für die bezahlbarer Wohnraum derzeit nicht zugänglich ist. Konkrete Informationen darüber, wann die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, liegen derzeit noch nicht vor.
Die Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr in Budapest war für offiziell registrierte Arbeitssuchende bereits bisher kostenfrei. Mit der Einführung einer elektronisch beglaubigten Bescheinigung hat die Budapester Verkehrszentrale (BKK) nun einen weiteren Schritt unternommen, um den Alltag der Betroffenen spürbar zu erleichtern. Ab sofort genügt die digitale Übermittlung per E-Mail, wodurch aufwendige Papierformalitäten entfallen. Arbeitssuchende können die Bescheinigung bequem online bei ihrem zuständigen Beschäftigungsamt beantragen, das innerhalb von acht Tagen das signierte Dokument zusendet. Mit dem digitalen Zertifikat lässt sich die Monatskarte innerhalb von 24 Stunden in den BKK-Kundenzentren ausstellen. Ziel dieser Änderung ist es, die Beantragung der ermäßigten Monatskarte komfortabler zu gestalten und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
Die Mesterstraße im neunten Bezirk hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Adresse in Budapest entwickelt. In den letzten Jahren wurde die Straße bereits durch die Entwicklung von Cafés, Restaurants und Geschäften belebt, seit 2025 verkehren zudem barrierefreie Niederflurstraßenbahnen auf der dortigen Linie. Ziel der Modernisierung ist die umfassende Erneuerung einer der wichtigsten Verkehrsachsen des neunten Bezirks. Die Stadt Budapest und die Budapester Verkehrszentrale verfolgen das Ziel, diesen positiven Prozess durch die Neugestaltung des öffentlichen Raums weiter zu stärken. Durch die Maßnahmen soll die Mesterstraße zu einer sicheren, grünen und luftreinen Straße werden, in der sich Menschen aller Altersgruppen wohlfühlen können. Die umfassende Modernisierung des Abschnitts zwischen der Ferenc-Ringstraße und der Haller-Straße beginnt im Frühjahr mit einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro und wird voraussichtlich im Sommer 2027 abgeschlossen werden.
Der strenge Winter hat Budapests Straßennetz stark beschädigt und zu viermal mehr Schlaglöchern geführt als im Vorjahr. Laut Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) arbeiten die Budapester Straßenbetriebe derzeit mit vervielfachter Kapazität an der Instandsetzung. Die Teams sind rund um die Uhr in drei Schichten im Einsatz, auch an Wochenenden. Dank milderem Wetter können sie nun die haltbarere Heißasphalt-Technologie verwenden. Täglich werden etwa 1.000 Schlaglöcher repariert. Bis Ende des Monats sollen sichtbare Ergebnisse vorliegen, über die täglich berichtet wird. Karácsony betonte, dass trotz finanzieller Herausforderungen rund 1.000 Kilometer Straße instandgesetzt werden sollen und dass die Bezirke ebenfalls intensiv an der Instandsetzung der eigenen Straßen arbeiten würden.
Die ungarische Regierung hat sich unter Berufung auf den Kriegsnotstand in einer gesonderten Regierungsverordnung dazu entschlossen, den Kommunen den Rechtsschutz gegen die Festsetzung und Einhebung der Solidaritätsabgabe zu entziehen. In der Praxis bedeutet dies, dass die zuvor nicht eingezogenen Beträge von den betroffenen Städten innerhalb von 15 Tagen nachgezahlt werden müssen. Den höchsten Betrag wird Budapest leisten müssen. Nach Ansicht des Landgerichts Budapest ist die Verordnung verfassungswidrig, da sie gegen die Grundsätze des Rechtsstaats, der Rechtssicherheit sowie gegen das Recht auf Rechtsmittel verstößt. Auch die Stellungnahme des Obersten Gerichtshof deutet auf rechtliche Bedenken hin. Der Fall ist inzwischen auch der Europäischen Kommission bekannt, in der die Verordnung derzeit geprüft wird und die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgt werden.
Botond Sára (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund), Leiter des staatlichen Regierungsamtes von Budapest, hat erneut einen Antrag beim Gericht eingereicht, um ein Zwangsvollstreckungsverfahren einzuleiten. Ziel ist es, die Stadtführung zur Wahl eines stellvertretenden Oberbürgermeisters oder einer stellvertretenden Oberbürgermeisterin zu verpflichten, da diese Position seit rund eineinhalb Jahren unbesetzt ist. Die bisherigen Wahlversuche scheiterten, weil im Gemeinderat keine politische Mehrheit für den vom Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) vorgeschlagenen Kandidaten zustande kam. Trotz früherer Gerichtsurteile blieb die Funktion vakant. Sollte auch dieses Verfahren erfolglos bleiben, könnte die staatliche Behörde selbst eine Ernennung vornehmen.
Das Meinungsforschungsinstitut Publicus hat eine Umfrage zur Parlamentswahl 2026 in Ungarn durchgeführt. Unter den sicheren Wähler*innen mit Parteipräferenz liegt die Partei Tisza (Respekt- und Freiheitspartei) bei 48 Prozent, die regierende Partei Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) bei 40 Prozent. Der Erhebung zufolge haben sich 17 Prozent der sicheren Wähler*innen (bezogen auf die Gesamtbevölkerung) noch für keine Partei entschieden. Die Ergebnisse der weiteren Parteien, die bei den Parlamentswahlen 2026 in Ungarn antreten, stellen sich aktuell wie folgt dar: Die Demokratische Koalition (DK) verlor im Jänner einen Prozentpunkt. In der Gesamtbevölkerung liegt sie bei drei Prozent, in den beiden anderen Kategorien bei jeweils vier Prozent. Würde die Wahl jetzt stattfinden, käme sie laut den Daten von Publicus nicht ins Parlament. Dasselbe gilt für die Ungarische Partei des Zweischwänzigen Hundes (MKKP), die je nach Kategorie zwei bis drei Prozent erreicht. Die Bewegung Unsere Heimat (Mi Hazánk Mozgalom) kommt in der Gesamtbevölkerung auf vier Prozent, unter den sicheren Wähler*innen sowie den sicheren Wähler*innen mit Parteipräferenz jedoch auf jeweils fünf Prozent und würde damit laut der Umfrage die parlamentarische Sperrklausel knapp überschreiten.
Die Stadtverwaltung vom Budapest organisiert einen Bürger*innenworkshop zur Erneuerung des Széll-Kálmán-Platzes, einem der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte im zweiten Bezirk Budapests. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der Grünflächen, die Schaffung von mehr Beschattung sowie die Erneuerung der sanierungsbedürftigen Sitzbänke. Auf Basis der im Workshop gesammelten Erfahrungen und Rückmeldungen beginnt anschließend die erste Planungsphase. Die ausgearbeiteten Konzepte sollen voraussichtlich im Juni 2026 der Öffentlichkeit zur Stellungnahme präsentiert werden. Der Bürger*innenworkshop findet am Montag, dem 16. Februar, von 17 bis 20 Uhr statt.
Der Gemeinderat von Budapest hat mit Stimmenmehrheit einen Vorschlag von Dávid Vitézy (Podmaniczky – Bewegung) angenommen, der die flächendeckende Videoüberwachung aller Donaubrücken der Hauptstadt vorsieht. Vorgesehen ist die lückenlose Erfassung der Fahrbahnen und der Gehwege über die gesamte Brückenlänge. Mit der Maßnahme soll die Sicherheit vor allem in den Nachtstunden nachhaltig erhöht werden. Hintergrund des Beschlusses sind mehrere tragische Vorfälle und außergewöhnliche Ereignisse der vergangenen Jahre, deren Aufklärung mangels aussagekräftiger Bildaufnahmen oft nicht möglich war. Die Fraktion der Partei Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) verweigerte dem Antrag ihre Zustimmung. Die Umsetzung soll bald durch den Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) und die städtischen Straßenbetriebe Budapests erfolgen.
Am Móricz-Zsigmond-Platz im elften Budapester Bezirk (Újbuda) wurde in den leerstehenden Ladenlokalen der Unterführung eine Pop-up-Ausstellung einer Budapester Galerie eröffnet. Präsentiert wird die eigens für diesen Ort konzipierte Rauminstallation "Showcase" des bildenden Künstlers Tamás Komoróczky, die vom 22. Januar bis 16. Februar zu sehen ist und drei nebeneinanderliegende Schaufenster vollständig ausfüllt. Die Arbeit ist musikalisch strukturiert und erinnert in ihrer Komposition an einen Liederzyklus, in dem mehrere eigenständige Elemente zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Der Ausstellungsort wurde der Galerie und dem Künstler von der Budapester Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt.
Budapests Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) kündigte an, dass die Stadt ab dem 1. Jänner ihre kommunale Energie- und Heizkostenunterstützung deutlich ausweitet. Das Programm existiert seit sechs Jahren und ergänzt die Hilfsmaßnahmen der einzelnen Budapester Bezirke. Ziel ist es, Haushalte mit hohen Energiekosten zu entlasten und Energiearmut zu reduzieren. Bereits 2022 wurde die Unterstützung aufgrund steigender Energiepreise und Lebenshaltungskosten erweitert. Zwischen 2020 und Ende 2025 wurden über 46.000 Anträge bearbeitet und mehr als 2,3 Millionen Euro an Unterstützung ausgezahlt. Mit der erneuten Ausweitung wird sowohl der Kreis der Anspruchsberechtigten vergrößert als auch die Höhe der möglichen Unterstützung angehoben. Die Hilfe kann unter anderem für Fernwärme- und Heizkosten beantragt werden und soll besonders einkommensschwache Haushalte stabilisieren.
Budapests Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) kündigte die Wiederaufnahme des Grünes Plattenbauprogramm an, das nach sechzehn Jahren erneut gestartet wird, um die energetische Modernisierung von Plattenbauten zu fördern, Heizkosten zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen. Die Förderung ist aktuell im neunten, zehnten und dreizehnten Bezirk Budapests verfügbar, weitere Bezirke sollen sich bald dem Programm anschließen. Es steht ein jährliches Budget von rund 3,4 Millionen Euro zur Verfügung, wovon mindestens 30 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss für energetische Maßnahmen gewährt werden. Teilnahmeberechtigt sind Wohnungseigentümer*innen-Gemeinschaften und Wohnungsgenossenschaften von Platten- oder industriell errichteten Gebäuden, wobei die Teilnahme an eine bezirkliche Kooperationsvereinbarung mit der Stadtverwaltung Budapest gebunden ist. Hauptziel des Programms ist die Maximierung der Primärenergieeinsparung, insbesondere durch Wärmedämmung, Fenstertausch und Heizungsmodernisierung. In einer Pilotphase sollen jährlich zehn bis zwölf ausgewählte Gebäude als Testprojekte dienen, um technische, finanzielle und projektmanagementbezogene Erfahrungen zu sammeln, die eine langfristige Modernisierungsstrategie ermöglichen.
Dank der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Budapest und dem Organisationsbüro des Sziget Festivals können Festivalbesucher*innen das Sziget Festival 2026 zum halben Preis erleben, wenn sie ein Monatsticket über BudapestGO, die App für den öffentlichen Nahverkehr in Budapest, erwerben. Das vergünstigte Angebot gilt vom 19. Jänner bis 31. Juli 2026. Im Rahmen der Ticketaktion müssen sich Nutzer*innen mit einem gültigen Monatsticket zunächst auf einer eigens eingerichteten Unterseite der Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) registrieren. Anschließend erhalten sie per E-Mail einen individuellen Gutscheincode. Der Gutscheincode kann auf der offiziellen Website des Sziget Festivals für das Produkt Sziget Student Pass by BudapestGO eingelöst werden. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Inhaber*innen eines gültigen ungarischen Studierendenausweises und ist an Zeitkarten für den öffentlichen Nahverkehr in Budapest gebunden. Die Überprüfung des Ausweises und der Anspruchsberechtigung erfolgt durch das Organisationsbüro des Sziget Festivals beim Einlass.
Der Bahnverkehr zwischen Budapest, Wien und Deutschland wächst dynamisch und zieht zunehmend neue Marktteilnehmende an. Die österreichische Privatbahngesellschaft Westbahn plant, ab Dezember 2026 täglich fünf Zugpaare zwischen Budapest und München zu betreiben. Auch Regiojet möchte sein Angebot weiter ausbauen. Der zunehmende Wettbewerb stellt eine direkte Herausforderung für die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) und ÖBB dar, die zwar über größere Kapazitäten verfügen, jedoch mit höheren Ticketpreisen arbeiten. Internationale Fahrkarten sind bereits ein wesentlicher Teil der Einnahmen der MÁV – insbesondere auf der Strecke Budapest-Wien. Private Bahnunternehmen punkten mit schnelleren, günstigeren und moderneren Services, während die ungarische Regierung dem Markteintritt neuer Anbieter zurückhaltend gegenübersteht. Parallel dazu kündigt die MÁV bis 2030 eine umfassende Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Kapazitäten an.
Budapests Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) wurde 2026 mit dem niederländischen Geuzenpenning ausgezeichnet – einem Preis, der seit 1987 Menschen ehrt, die sich mutig für Demokratie und Menschenrechte und gegen Diskriminierung einsetzen. Besonders gewürdigt wurde sein Einsatz für die Budapest Pride 2025, die er als kommunale Veranstaltung trotz staatlicher Verbote organisierte, um Meinungsfreiheit und Bürger*innenrechte zu schützen. Karácsony betonte, dass die Auszeichnung allen zustehe, die sich für Freiheit einsetzen und Menschen nicht verraten, die lieben, leben oder sich entfalten wollen. Er dankte der internationalen Solidarität und den Bürger*innen Budapests für deren beständige Unterstützung. Die Preisverleihung findet offiziell am 13. März im niederländischen Vlaardingen statt. Der Name Geuzenpenning erinnert an historische niederländische Widerstandskämpfer. Karácsony sieht den Preis als Anerkennung für die gemeinsame Verantwortung, Freiheit und demokratische Werte zu schützen.
László Domokos (parteilos) , ehemaliger Präsident der ungarischen Staatsprüfbehörde und früherer Fidesz -Abgeordneter, hat Ende Dezember 2025 seine Tätigkeit als Regierungsberater für die Finanzprüfung der Hauptstadt Budapest abgeschlossen. Doch es bleibt unklar, welche konkreten Ergebnisse seine Überprüfung erbracht hat. Offiziell bildete die Prüfung die Grundlage für ein Gesetz zur Gewährung eines Kredits, mit dem ein kommunaler Zahlungsausfall verhindert werden sollte, ohne dass dabei konkrete Ursachen für die Finanzprobleme benannt wurden. In öffentlichen Facebook-Beiträgen verwies er auf strukturelle Mängel wie lückenhafte Dokumentation, unklare Entscheidungsabläufe und fehlende Kontrollen. Er stellte jedoch klar, dass eine Ursachenanalyse nicht Teil seines Auftrags war. Ob weiterführende Untersuchungen abgeschlossen wurden oder eine Gesamtbewertung vorliegt, ist aktuell unklar; die Stadtverwaltung wurde über das Ende der Prüfung nicht informiert. Angesichts seines hohen Beraterhonorars bleibt der tatsächliche Ertrag seiner Tätigkeit daher schwer nachvollziehbar. Die Regierung sieht die Verantwortung für die Finanzkrise der Hauptstadt eindeutig beim amtierenden Oberbürgermeister, während Domokos' Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit weitgehend verborgen bleiben.
Der ungarische Staatspräsident Tamás Sulyok (parteilos) hat am 13. Jänner 2026 den Termin der nächsten Parlamentswahl auf Sonntag, den 12. April 2026, festgelegt. Damit findet die Wahl im frühestmöglichen Zeitraum statt, den das Gesetz vorsieht. Laut Verfassung muss die Wahl an einem Sonntag im April oder Mai abgehalten werden und darf nicht auf einen gesetzlichen Feiertag fallen. Mit der Veröffentlichung des Wahltermins beginnt offiziell der Wahlprozess: Parteien und Kandidat*innen können ab sofort ihre Teilnahme anmelden. Der offizielle Wahlkampf beginnt am 21. Februar.
Das Budapester Illustrationsfestival ist ein landesweiter Wettbewerb, der 2019 ins Leben gerufen wurde und sich alle zwei Jahre mit einer Ausstellung, weiteren fachlichen Veranstaltungen und kleineren Ausstellungen im Festivalformat präsentiert. Ziel des Formats ist, im Zweijahresrhythmus herausragenden Vertreter*innen der ungarischen Illustrationskunst – sowohl Nachwuchs- als auch professionellen Illustrator*innen – eine Plattform zu bieten und ihre Arbeiten für Verlage, das Publikum, andere Kunstschaffende sowie die internationale Szene sichtbar zu machen. Der Großteil der ausgestellten Werke stammt von ungarischen Illustrator*innen – ergänzt durch eine eigene Sektion mit Arbeiten zeitgenössischer katalanischer Illustrator*innen. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Januar im Pesti Vigadó (Pester Redoute) in Budapest zu sehen.
Das "Budapest100"-Festival, das am 9. und 10. Mai 2026 vom KÉK – Zentrum für Zeitgenössische Architektur veranstaltet wird, widmet sich anlässlich seines Jubiläums erneut den hundertjährigen Häusern der Stadt und öffnet zudem Gebäude für die Öffentlichkeit, die zwischen 1916 und 1926 errichtet wurden. Um die bislang größte Ausgabe des Festivals zu realisieren, wurden engagierte Freiwillige sowie Unterstützer*innen gesucht. Der Aufruf richtete sich an alle, die sich für Budapests gebautes Erbe interessieren und aktiv an der Organisation, der historischen Recherche, der Programmgestaltung oder als Guides mitwirken möchten. Die Bewerbungsfrist für Freiwillige endete am 12. Jänner 2026 um Mitternacht, weitere Informationen sind auf der Website von Budapest100 zu finden.
Aufgrund anhaltender Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und intensiven Schneefalls wurde in Budapest der sogenannte "Red Code" ausgerufen. Dieser stuft das längere Verweilen im Freien als lebensgefährlich ein. So sind alle sozialen Einrichtungen verpflichtet, Obdachlose sowie in Not geratene Menschen aufzunehmen, wobei die Maßnahme zugleich der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die außergewöhnliche Lage dient. Die sozialen Dienste sind auf die winterliche Krisensituation vorbereitet und werden dabei auch von Sicherheitskräften und dem öffentlichen Nahverkehr unterstützt. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, hilfsbedürftige Personen im öffentlichen Raum dem rund um die Uhr erreichbaren Bereitschaftsdienst der Menhely-Stiftung zu melden oder bei akuter Lebensgefahr den Notruf 112 zu wählen. Zudem gilt besondere Aufmerksamkeit auch jenen Bürger*innen, insbesondere alleinlebenden älteren Menschen, deren Wohnungen unzureichend beheizt sind. Gleichzeitig bemüht sich Budapest, den winterlichen Herausforderungen eine positive, gemeinschaftsstiftende Note zu verleihen, etwa durch kostenlose Teepunkte im siebten Bezirk, gemeinschaftliche Schneerutschaktionen für Familien im zweiten Bezirk oder durch Initiativen, bei denen freiwilliges Schneeschaufeln mit Eintrittskarten für Eisbahnen belohnt wird.
Der anhaltende Schneefall führte in mehreren ungarischen Regionen, darunter im Großraum Budapest, zu Verzögerungen und Ausfällen im öffentlichen Verkehr und stellte den Winterdienst erneut vor erhebliche Herausforderungen. In diesem Zusammenhang machte Budapests leitender Landschaftsplaner Sándor Bardóczi auf die ökologischen Folgen der herkömmlichen Streusalznutzung aufmerksam. Er wies darauf hin, dass der Einsatz von Natriumchlorid auf Gehwegen rechtlich untersagt ist und erhebliche Schäden an Bodenstruktur, Bodenleben und Stadtbäumen verursacht. Nach seinen Angaben versalzt Streusalz den Boden dauerhaft, verhindert die Wasseraufnahme und zerstört Mikroorganismen. Als umweltverträglichere Alternativen nannte Bardóczi Magnesium- und Kaliumsalze, Zeolith, Holzspäne und Sand, die Budapest in sensiblen Bereichen seit Jahren einsetzt. Parallel dazu ist das städtische soziale Versorgungssystem auf Krisensituationen während der frostigen Nächte vorbereitet. Mit erweiterten Kapazitäten in Notunterkünften und verstärkter Straßensozialarbeit werden gefährdete Menschen vor Unterkühlung und lebensbedrohlichen Situationen geschützt.
Zum 1. Jänner 2026 ist im 6. Budapester Bezirk ein Airbnb-Verbot in Kraft getreten. Die Bezirksverwaltung begann bereits in der ersten Arbeitswoche des Jahres gemeinsam mit der Polizei und dem Finanzamt (NAV) mit der Kontrolle der Beherbergungsbetriebe. Nach einer 14-monatigen Vorbereitungsphase ist seit dem 1. Jänner 2026 die Kurzzeitvermietung (Airbnb) in privaten und sonstigen Unterkünften im 6. Budapester Bezirk untersagt. Grundlage der Regelung war eine Entscheidung der Einwohner*innen im Rahmen einer lokalen Abstimmung. Wer trotz des Verbots weiterhin Kurzzeitvermietung betreibt, muss mit Geldstrafen von bis zu mehreren Tausend Euro rechnen.
Das Heim Pál Kinderkrankenhaus, eines der größten Kinderkrankenhäuser Budapests, führt einen neuen, kinderfreundlichen digitalen Avatar ein. Ziel ist es, Kinder und Eltern während des Krankenhausaufenthalts mit verständlichen und verlässlichen Informationen zu unterstützen. Der Avatar soll dabei helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen, die Orientierung innerhalb der Einrichtung zu erleichtern, den Ablauf von Untersuchungen zu erklären und Kinder in einer altersgerechten Sprache anzusprechen. Für Eltern dient er als vertrauenswürdige Informationsquelle und ergänzt die Aufklärung durch das medizinische Fachpersonal. Der genaue Zeitpunkt der Einführung des Avatars ist derzeit noch nicht bekannt, bisher gab es eine öffentliche Online-Abstimmung zur Namensgebung.
Der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini (parteilos) unterzeichnete am 23. Dezember 2025 eine Strafrechtsnovelle, die unter anderem die öffentliche Leugnung der aus der Nachkriegsordnung des Zweiten Weltkriegs resultierenden Verhältnisse unter Strafe stellt. In der öffentlichen Debatte in Ungarn wurde diese Regelung als Verbot der Infragestellung der sogenannten Beneš-Dekrete bekannt. Die Beneš-Dekrete sind ein Sammelbegriff für eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die Teil der Nachkriegsordnung waren. Sie regelten unter anderem die Ausbürgerung von Deutschen und Ungar*innen in der Tschechoslowakei, sowie die Enteignung ihres Eigentums. Bis heute gelten sie als politisch und historisch umstritten, vor allem wegen ihrer Auswirkungen auf die Sudetendeutschen und Ungar*innen und sind ein besonders sensibles Thema für die ungarische Minderheit in der Slowakei. Gegen dieses Gesetz wurde am Samstag, dem 3. Jänner 2026, vor der slowakischen Botschaft in Budapest demonstriert. An der rund einstündigen, von Studierenden parteiunabhängig organisierten Kundgebung nahmen mehrere Hundert Menschen teil. Unter den Teilnehmenden war auch Péter Magyar, der Vorsitzende der Oppositionspartei Tisza. Im Anschluss erklärte er gegenüber Journalist*innen vor Ort, dass das von der slowakischen Regierung durchgesetzte Gesetz inakzeptabel sei. Zugleich übte er scharfe Kritik an der ungarischen Regierung, da diese erneut nicht für die Interessen der im Ausland lebenden Ungarn eintrete.
In Ungarn wurde ein Rat für Künstliche Intelligenz (KI) eingerichtet. Das Gremium soll sich konkret mit der Beobachtung technologischer Entwicklungen, regulatorischer Fragestellungen sowie der behördlichen Praxis im KI-Bereich befassen. Vertreten sind unter anderem Wissenschaft, Hochschulen, Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsorganisationen. Als fachliches Forum soll er Empfehlungen und strategische Vorschläge erarbeiten. Themen sind etwa nationale Cloud-Lösungen sowie die stärkere Integration von KI-Themen in der Hochschulbildung.
Die EU hat im Rahmen einer Notfallregelung beschlossen, dass einzelne Mitgliedstaaten, darunter Ungarn, künftig die Verlängerung von Russland-Sanktionen nicht mehr blockieren können. Grundlage ist Artikel 122 der EU-Verträge, der bei schweren Krisen Maßnahmen ohne Einstimmigkeit erlaubt. Hintergrund ist die geplante Finanzierung eines Kredits an die Ukraine aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten in Höhe von rund 210 Milliarden Euro. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass diese Vermögenswerte durch ein Veto freigegeben werden müssen. Die ungarische Regierung kritisiert den Beschluss als rechtswidrig und sieht einen Verstoß gegen die bisherigen Entscheidungsregeln der EU. Eine mögliche rechtliche Anfechtung vor dem Europäischen Gerichtshof wurde angekündigt.
Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) wurde von Politico auf die Liste der zehn Persönlichkeiten gesetzt, auf die man 2026 achten sollte. Grund dafür ist sein Einsatz für die Budapest Pride und sein Widerstand gegen zusätzliche städtische Steuern. Als Reaktion auf das Verbot der Pride durch Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund) erklärte Karácsony, dass die Stadt die Veranstaltung als kommunale Veranstaltung ausrichten würde. Dadurch konnte die Regierung die Absage nicht durchsetzen. An der ungarischen Pride nahmen schließlich 300.000 Menschen teil – die größte Pride-Parade der ungarischen Geschichte. Laut Politico bezieht Karácsony damit eine klare liberale Position und etabliert sich als Verteidiger liberaler Werte. Karácsony will sich nach eigenen Aussagen unabhängig vom Wahlergebnis bei den Parlamentswahlen 2026 für die liberale Demokratie einsetzen.
Die ungarische Regierung wird bis zum Jahresende die offenen Zahlungsverpflichtungen der Stadt Budapest in Höhe von insgesamt 54 Millionen Euro begleichen. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) erklärte, frühere Vertragsentwürfe hätten keine verlässliche Auszahlung gewährleistet, weshalb er den Vertrag überarbeitet, unterzeichnet und dem zuständigen Ministerium übermittelt habe. Dadurch sei die Auszahlung der Gehälter der städtischen Beschäftigten gesichert, so der Oberbürgermeister. Karácsony äußerte zudem die Hoffnung, dass künftig anstelle einer weiteren "Aushöhlung" der Stadt konstruktive Verhandlungen über die städtische Entwicklung geführt werden könnten.
Am 8. Dezember 2025 hat sich im Festsaal des Rathauses der Stadt Budapest ein 16-köpfiger Jugendgemeinderat konstituiert, deren Mitglieder von Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) ihre Ernennungsurkunden erhielten. Die Mitglieder wurden in einem mehrmonatigen Verfahren über die Schüler*innen-Vertretungen der 7. bis 12. Klassen sowie bezirkliche Jugendorganisationen ausgewählt. Das Gremium tagt laut Geschäftsordnung alle drei Monate, kann Vorschläge an die Stadtverwaltung richten und Stellung zu vorbereiteten Entscheidungen nehmen, die die Budapester Schüler*innenschaft betreffen.
Der Testbetrieb auf der ungarischen Teilstrecke der Budapest–Belgrad-Eisenbahnstrecke hat begonnen. Mit zwei Lokomotiven wird dabei die Befahrbarkeit und Funktionsfähigkeit der neuen Infrastruktur geprüft. Laut dem Chef der Ungarischen Staatsbahnen (MÁV), Zsolt Hegyi, wurde die alte Strecke im Wesentlichen durch eine vollständig erneuerte, rund 160 Kilometer lange zweigleisige Hauptlinie ersetzt, die Geschwindigkeiten bis zu 160 Kilometer pro Stunde ermöglichen soll. Die Fahrzeit zwischen Budapest und Belgrad soll künftig etwa dreieinhalb Stunden betragen, wobei die Verbindung sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr sowie dem Vorortverkehr nahe der ungarischen Hauptstadt dienen soll. Die offizielle Eröffnung der Eisenbahnstrecke Budapest–Belgrad ist von der ungarischen Regierung für den 20. Februar 2026 geplant.
Anlässlich der Nobelpreisverleihung startet am 10. Dezember der mit Lautsprechern ausgestattete Lkw "NobelMobil 2025" um sechs Uhr in der Früh – er ist dann bis sechs Uhr des Folgetags unterwegs. An 13 vorher angekündigten Orten hält er etwa eine Stunde mit einem einfachen Lese-Setting: einem Stuhl, einem Tisch und einem aufgeschlagenen Buch. Interessierte können auf der Ladefläche Platz nehmen und Textpassagen aus László Krasznahorkais neuem Roman vorlesen. Anschließend dürfen sie ihren Namen in die Randspalte schreiben. Während der Fahrt läuft eine Aufnahme mit eigenen Lesungen des Autors. Ziel des Projekts ist ein unpolitisches gemeinschaftliches Straßenfest, das allen Menschen ermöglicht, am literarischen Nobelpreis-Ritual teilzuhaben und dem Autor ihre Glückwünsche auszudrücken. László Krasznahorkai ist ein ungarischer Schriftsteller von Weltrang und erhielt 2025 den Literaturnobelpreis.
Der festlich geschmückte Nikolaus-Trolley sammelt vom 5. bis 17. Dezember in Budapest Geschenke in Schuhkartons für bedürftige Kinder. Diese werden anschließend über den Hilfsverein der Baptist*innen verteilt. Die Sonderfahrten verkehren auf mehreren Hauptlinien der Stadt, und im winterlich dekorierten Innenraum hören Kinder Märchen und Gedichte aus dem Weihnachtsprogramm des Pagony-Verlags. Geschenkespenden können auch in den Kund*innenzentren der Budapester Verkehrszentrale (BKK) abgegeben werden. Der Nikolaus-Trolley fährt täglich im selbstständigen Betrieb bis ins Stadtzentrum und nutzt auf den Linien 76, 77 und 80 eine bis zum Blaha-Lujza-Platz verlängerte Strecke. Zusätzlich ist ein weihnachtlich geschmückter Nikolaus-Bus unterwegs.
Die Renovierung des Városmajor-Parks im 2. Bezirk in Budapest hat begonnen. Die Stadt arbeitet dabei gemeinsam mit dem 2. und dem 12. Bezirk an der Modernisierung. Erste Maßnahmen wie der Austausch der Beleuchtung, neue Bewässerungssysteme, Bepflanzungen sowie die Erneuerung von Parkmöbeln sind bereits im Gange. Auch die Baumprüfung wurde abgeschlossen, gefährliche Bäume werden nun entfernt und ersetzt. Weitere Pläne umfassen verbesserte Eingangsbereiche, mehr Grünflächen, einen Regengarten und einen integrierten Hundepark. Trotz knapper Mittel soll der historische Park langfristig ökologisch gestärkt und attraktiver gestaltet werden.
In den Budapester Bezirken 2. und 6. fanden erstmals Frauen-Bürgerinnenversammlungen mit jeweils 50 Teilnehmerinnen statt. Ziel war es, gemeinsam Ideen zur Verbesserung der Stadtteile zu entwickeln. Die Vorschläge werden gesammelt und ausgewertet und im Jänner den beiden Bezirksbürgermeistern als Maßnahmenpaket übergeben. Die Bandbreite reicht von kleinen Projekten bis zu Investitionen in Millionenhöhe. Trotz begrenzter Mittel wollen die Bezirke die Umsetzung aktiv begleiten und gegebenenfalls Unterstützung auf Stadt- oder Regierungsebene einholen. Ziel ist es, Frauenperspektiven jenseits von Klischees in kommunale Entscheidungen einzubinden.
Ungarische Forscher*innen der Technischen Universität Budapest (BME) und der Universität Pécs (PTE), haben einen neuen Schmerzpflaster-Typ entwickelt, der nun zur Markteinführung vorbereitet wird. Das Pflaster kombiniert die Vorteile von Schmerzmitteltabletten und Salben, ohne deren Nebenwirkungen wie Magen- oder Hautreizungen. Für die Innovation wurde bereits ein internationales Patent angemeldet. Die gemeinsame Uni-Firma PainPatch GmbH führt weitere Tests durch, um Sicherheit und Wirksamkeit zu bestätigen. Das Produkt soll vor allem auf dem EU-Markt eingeführt werden und Patient*innen mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen helfen.
Im Budapester Stadtwäldchen im 14. Bezirk hat die Adventzeit begonnen, begleitet von einem landesweit einzigartigen, kostenlosen Lichtpark und vielfältigen Festprogrammen. Rund um das "Millenniumhaus", das ebenfalls im Stadtwäldchen liegt, erwartet die Besucher*innen eine große Lichtinstallation mit Lichttunnel, Rosenlaube und einem Miniaturballon. Der Park bietet mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen an acht Standorten, darunter gemeinsames Singen und Märchendarbietungen. Ebenfalls im Stadtwäldchen befindet sich einer der beliebtesten Eislaufplätze Europas, auf dem nicht nur Eislaufen möglich ist, sondern zahlreiche Programme und Veranstaltungen organisiert werden. Die Adventzeit in Budapest und ihre Weihnachtsmärkte wurden zudem international gewürdigt: Auf der Liste des Travel and Tour World wurde Budapest zum zweitbesten Weihnachtsreiseziel der Welt gewählt – unter anderem wegen seiner warmen, traditionellen europäischen Weihnachtsatmosphäre, seines vielfältigen kulturellen Angebots sowie der adventlichen Zeit voller Musik, Lichter und Düfte. Den ersten Platz belegte New York.
Mehrere Äußerungen Wladimir Putins wurden während seines Treffens mit Viktor Orbán (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund) am 28. November 2025 in Moskau von einer ungarischen Dolmetscherin falsch übertragen. Laut russischen Medien musste der ungarische Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz) eingreifen, als die Dolmetscherin Putins Aussagen – etwa zur sinkenden Handelsintensität – missverständlich wiedergab. Aufnahmen der Veranstaltung zeigen, dass Szijjártó aktiv an der Übersetzung mitwirkte. Das Treffen selbst löste in Ungarn und Europa große politische Resonanz aus. Besonderes Aufsehen erregte der protokollarische Teil, in dem zentrale Elemente von Putins Worten ausgelassen wurden. Szijjártó erklärte später, das Geschehen sei "Teamarbeit" gewesen und er unterstütze den Ministerpräsidenten regelmäßig bei russischsprachigen Gesprächen. Zudem betonte er, es habe keine Probleme gegeben.
Die Große Ringstraße in Budapest erhält ein neues Erscheinungsbild. Dies ist der erste Schritt zur umfassenden Erneuerung des gesamten Straßenzugs. Im Rahmen der langfristigen Modernisierung wird zunächst das visuelle Erscheinungsbild des Großen Rings aufgefrischt. Geplant ist ein Design, das an die historische, neonbeleuchtete Atmosphäre von Pest erinnert und sich auf Geschäftsportalen, Werbeflächen sowie Fahrradständern wiederfinden wird. Vorgesehen ist außerdem, mehr Grünflächen sowie eine saubere, geordnete Umgebung zu schaffen, die die vielerorts beschädigten öffentlichen Räume aufwerten soll. Dazu soll die Umweltqualität verbessert werden, unter anderem durch verschiedene klimafreundliche Lösungen wie wasserdurchlässige Beläge und Klimainseln. Das Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Union und Kofinanzierung des ungarischen Staates umgesetzt. Die nicht rückzahlbare Förderung beträgt 11,7 Millionen Euro. Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) hat den Planungsvertrag für die Erneuerung des Großen Rings abgeschlossen und in Kraft gesetzt. Die Kosten werden von der Budapester Stadtverwaltung vorfinanziert und anschließend aus EU-Mitteln gedeckt.
Ab dem 13. Dezember verkehrt ein Metrobus zwischen Pesterzsébet (20. Bezirk) und der Innenstadt, wie Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog), der Oberbürgermeister von Budapest, auf seiner Facebook-Seite angekündigt hat. Mit dem neuen Dienst der Budapester Verkehrszentrale (BKK) können die Bewohner*innen von Pesterzsébet die Innenstadt sowie die Metro-Linien 3 und 4 bequemer erreichen – und das sogar mit bis zu zehn Minuten kürzerer Fahrzeit, ohne Umsteigen.
Im Rahmen der Entwicklung richtet die BKK eine neue Busspur ein und schafft komfortablere Haltestellen im zentralen Stadtbereich. Die Betriebszeit des Metrobusses wird ebenfalls verlängert: Er verkehrt künftig täglich etwa von 4.30 Uhr bis 23.50 Uhr. Außerdem arbeitet die BKK daran, weitere Schnellbuslinien nach ähnlichem Prinzip aus anderen äußeren Stadtbezirken zu starten.
Die ungarische Bewegung MentsManust für Männergesundheit konzentriert sich dieses Jahr auf die Krebsvorsorge für sozial benachteiligte Männer und verteilt landesweit etwa 2.500 kostenlose PSA-Tests. Diese Tests messen den Wert des prostataspezifischen Antigens (PSA) und zeigen erhöhte Werte an. Sie können zu Hause in nur zehn Minuten durchgeführt werden. Die Verteilung erfolgt über Organisationen wie den Malteser Hilfsdienst, das Ungarische Rote Kreuz und die Budapest Bike Maffia, mit Unterstützung der Bezirksverwaltungen Budapests. Zusätzlich organisiert die Bewegung gemeinsam mit Partner*innen kostenlose Vorsorgeuntersuchungen, unter anderem am 16. November 2025 in Budapest. Auch in Tapolca (Nordwestungarn) finden vom 4. bis 7. November kostenlose, aber registrierungspflichtige Untersuchungen statt.
Budapest hat in Genf den renommierten Global Smart Green City Award für seine Umwelt- und Klimastrategie erhalten. Der Preis wurde vom Global Forum on Human Settlements (GFHS) verliehen, einer bedeutenden internationalen Organisation mit beratendem Status beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC). Unter den europäischen Hauptstädten erhielten bisher nur Wien und Dublin eine ähnliche Auszeichnung. Budapest ist die erste Stadt aus Mittel- und Osteuropa, die diesen Preis erhält. Die Auszeichnung würdigt Budapests umfassendes Programm zum Schutz der Umwelt, zur Senkung von Treibhausgasen, zur Förderung erneuerbarer Energien und zur smarten, datenbasierten Stadterneuerung.
Der Oberste Gerichtshof gab der Stadt Budapest in allen Punkten Recht und bestätigte das Urteil des Hauptstädtischen Gerichts. Damit entschied er, dass der Staat die Solidaritätsabgabe nicht ohne ordnungsgemäßes Verwaltungsverfahren einziehen darf. Trotz dieses klaren juristischen Erfolgs bleibt die finanzielle Situation der Stadt Budapest angespannt: Kürzlich hat der ungarische Staat erneut Mittel von den Stadtkonten abgezogen. Aufgrund drohender Liquiditätsprobleme führt Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) derzeit Gespräche mit den Gewerkschaften, um Lohnrückstände und mögliche Streiks im städtischen Dienst zu verhindern.
Der Oberbürgermeister von Budapest, Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) warnt davor, dass die ungarische Hauptstadt ab dem 1. Januar 2026 zahlungsunfähig sein könne. Sollte das städtische Konto bis Silvester nicht ins Plus kommen, drohen schwerwiegende Folgen. Derzeit finanziert Budapest seine Ausgaben über einen laufenden Kreditrahmen, der zum Jahresende ausgeglichen werden muss. Aufgrund der jüngsten staatlichen Abbuchung von 15,96 Millionen Euro sieht Oberbürgermeister Karácsony jedoch kaum Chancen auf eine positive Wende. Er kritisierte, dass die Stadt faktisch den Staat mitfinanziere, was nicht länger tragbar sei. Nach geltendem Recht dürfen ungarische Kommunen zum Jahresende keine Schulden aufweisen, was die Situation zusätzlich verschärft. Sollte die Stadt ihr Konto nicht ausgleichen können, würde der Kreditrahmen erlöschen und Budapest wäre zum Jahresbeginn handlungsunfähig. Die Regierung hat vor einem Monat ebenfalls 17,34 Millionen Euro vom Konto der Stadt Budapest abgebucht sowie zusätzlich 1,31 Millionen Euro an Zinsen. Über den Sommer erhielt Budapest einen gerichtlichen Rechtsschutz, der jedoch nur bis September galt. Früher hatten bereits Gespräche zwischen Regierung und Stadt begonnen, wobei beide Seiten betonten, dass eine Zahlungsunfähigkeit der Stadt vermieden werden müsse. Diese Gespräche wurden jedoch unterbrochen, bevor eine Einigung erzielt werden konnte.
Mitte Oktober wurde bekannt, dass die Zukunft eines der größten Festivals Mitteleuropas ungewiss ist. Nach dem Rückzug eines großen Investors und der Kündigung des Vertrags mit der Stadt durch den ausländischen Veranstalter strebte das Sziget-Festival einen neuen, günstigeren Nutzungsvertrag für das Festivalgelände an. Die Einigung mit dem Gemeinderat zog sich über mehrere Wochen hin. In der letzten Sitzung konnte aufgrund der Enthaltung der beiden größten Fraktionen – Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) und Tisza (Respekt- und Freiheitspartei) – erneut nicht über den Vorschlag abgestimmt werden. Die Spekulationen über ein mögliches Ende des Festivals wurden immer lauter. Doch am darauffolgenden Donnerstag kam die Wende. Péter Magyar, der Vorsitzende der Tisza-Partei, und Festivalgründer Károly Gerendai konnten einen Kompromiss erzielen, sodass das Festival im nächsten Jahr stattfinden kann. Károly Gerendai wird demnach künftig die Organisation des vom 11. bis 15. August 2026 stattfindenden Sziget-Festivals übernehmen.
Das Programm zur Unterstützung von Kleingärten in Budapester Wohnsiedlungen in den Außenbezirken wird fortgeführt. Ziel ist es, Bewohner*innen von Plattenbausiedlungen dabei zu helfen, ihre gemeinschaftlichen Grünflächen zu pflegen oder neue kleine Gärten anzulegen. Das Projekt soll Nachbarschaften stärken, die lokale Umwelt verbessern und den Zugang zu grünen Räumen erleichtern. In der neuen dritten Förderrunde wird der Unterstützungsfonds von bisher circa 31.000 Euro auf circa 129.000 Euro erhöht – eine deutliche Ausweitung der Mittel. Damit können künftig noch mehr Gemeinschaftsinitiativen gefördert werden, etwa für Pflanzaktionen, Hochbeete oder Begrünungsprojekte in Innenhöfen.
Der neu sanierte Blaha-Lujza-Platz, einer der größten Verkehrsknotenpunkte der ungarischen Hauptstadt, hat in der Katgorie "Öffentliche Plätze, Fußgänger*innenzonen, Promenaden" einen Landschaftsarchitekturpreis erhalten. Beim Wettbewerb konkurrierten 70 landschaftsarchitektonische Projekte in insgesamt zehn Kategorien. Die Anerkennung ist für die Stadt Budapest vor allem wichtig, weil das Projekt früher in der öffentlichen Diskussion aufgrund der wenigen Grünflächen oft kritisiert wurde. Seit der Übergabe im Dezember 2022 gibt es jedoch zahlreiche Bäume auf dem Platz in den größten Pflanzgruben der Stadt nach Stockholmer Art. Das Projekt wurde von der Regierung und der Hauptstadt gemeinsam finanziert. Die Gesamtkosten der Arbeiten beliefen sich auf 9,14 Millionen Euro.
Der Gemeinderat von Budapest hat eine neue Verordnung zur Nutzung von Feuerwerkskörpern erlassen, die den Einsatz zu Silvester stark einschränkt. Künftig dürfen pyrotechnische Produkte zu Silvester nur noch zwischen acht Uhr abends und zwei Uhr früh verwendet werden. In sogenannten "geschützten Zonen" sind Böller während dieser Zeit vollständig verboten, in "besonders geschützten Zonen" gilt ein ganzjähriges Verbot. Ziel der Regelung ist es, die negativen Auswirkungen der Pyrotechnik auf Umwelt, Tiere und Nachtruhe zu verringern. Die Verordnung tritt am 15. Dezember 2025 in Kraft.
Wiedergeburt in Budapest: Das im Jahr 2011 geschlossene und 2023 anlässlich des 150. Geburtstags von Budapest wiedereröffnete Merlin Theater erhält eine neue Zukunft. Die Leitung und Programmgestaltung übernimmt künftig das renommierte Örkény Theater. Damit soll das lange ungenutzte Gebäude wieder zu einem lebendigen Mittelpunkt des Budapester Kulturlebens werden. Ziel sei, das Merlin als experimentellen und gemeinschaftsorientierten Kulturraum fest in die städtische Kulturszene einzubinden. Die ersten Aufführungen finden bereits Ende Oktober statt und gehören zum interdisziplinären Projekt "Künstliche Realitäten". Darüber hinaus sind im November mehrere szenische Lesungen zeitgenössischer europäischer Dramen geplant.
Ungarns Wirtschaftsminister Márton Nagy (parteilos) und Verkehrsminister Lázár János (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund) haben ein 2,5 Milliarden Euro schweres Ausbauprogramm für den Flughafen Budapest Liszt Ferenc vorgestellt. Etwa eine Milliarde Euro ist für eine neue Schnellbahnverbindung zwischen dem Budapester Westbahnhof und dem Flughafen vorgesehen. Auf der rund 27 Kilometer langen Strecke soll Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde fahren können, was die Fahrzeit auf 20 Minuten beschränken würde. Eine weitere Milliarde Euro ist für den Bau eines dritten Terminals vorgesehen, der die Kapazität auf 40 Millionen Passagier*innen jährlich erhöhen soll. Etwa 500 Millionen Euro werden in den Straßenausbau investiert, der bis 2028 abgeschlossen sein soll. Schnellbahn und Terminal sollen bis 2034 beziehungsweise 2035 fertiggestellt werden. Das Bahnprojekt wird im Rahmen eines Konzessionsmodells mit Privatinvestor*innen umgesetzt, die Strecke geht nach Ablauf der Konzession in Staatsbesitz über. Die Ticketpreise der Schnellbahn sollen zwischen sieben und zehn Euro liegen. Das Vorhaben gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes und soll den Flughafen langfristig zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt machen.
Im Rahmen des Projekts "Legale Street-Art-Aktionen" des partizipativen Budgets in Budapest wurden die Astoria-Unterführung im 5. Budapester Bezirk sowie zwei Türen durch zwei neue Werke des Street-Art-Künstlers VOID bereichert. Historisch gilt die Unterführung als erste moderne ihrer Art in der ungarischen Hauptstadt und benötigte nach Jahrzehnten eine Aufwertung. VOID gestaltete eine Tür im 8. Bezirk mit einem farbenprächtigen Gesicht und die Tür im 5. Bezirk mit einer modernen Interpretation von Puschkins Porträt zum 100-jährigen Jubiläum des Puskin-Kinos. Beide Werke wurden mit Aufklebern umgesetzt, was eine einfache Pflege und Handhabung ermöglichen soll.
Im Februar 2025 wurde ein Abschnitt der in Ungarn gelegenen Autobahn M30 gesperrt, weil auf der Strecke ein Schaden entstanden war. Dem österreichischen Unternehmen Strabag wurde daraufhin durch János Lázár (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund), dem ungarischen Minister für Bauwesen und Verkehr, ein Ultimatum gestellt. Demnach würde mit dem Unternehmen kein neuer Vertrag abgeschlossen, solange der Schaden auf der M30 nicht behoben sei. Damals kündigte Lázár an, dass die Arbeiten im Februar beginnen sollen, mit einer Frist für die Reparatur für den 31. Oktober ist. Die Kosten in Höhe von zehn bis 13 Millionen Euro hätten von der Strabag getragen werden sollen. Allerdings wurde der betroffene Abschnitt dann vom französischen Unternehmen Colas gebaut. Nachdem die Strabag die gesetzte Frist bis zum 31. Oktober nicht einhalten wird,will Ungarn weitere Schritte setzen. Etwa soll der Vertrag, der bis 2031 läuft, überprüft werden. Ferner plant das Ministerium eine interne Prüfung mit Hinweis auf mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten. In diesem Zusammenhang wird die Strabag aufgefordert, für das Audit die vollständigen Finanzabrechnungen und Leistungsnachweise der letzten Jahre vorzubereiten.
Seit nunmehr zwölf Jahren wird in Budapest der "Marsch der leeren Wohnungen", auch Wohnungsmarsch genannt, veranstaltet, um auf die Wohnungskrise und Wohnungsarmut aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt stand das Recht auf Wohnen und der Kampf gegen Wohnungsnot. Der Marsch startete im 8. Bezirk und führte über den 7. in den 5. Bezirk. Rund 300 bis 400 Personen nahmen teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gruppe "Die Stadt gehört allen" (A Város Mindenkié) und der Szikra-Bewegung. Zahlreiche weitere Initiativen, die sich mit Wohnraum und sozialer Wohnpolitik befassen, unterstützten den Marsch.
Die Ervin-Szabó-Stadtbibliothek in Budapest hat einen neuen Online-Dienst gestartet: das Budapester Elektronische Archiv, das anlässlich des 75-jährigen Bestehens von Groß-Budapest ins Leben gerufen wurde. Dabei handelt es sich um ein Online-Archiv, in dem die Bibliothek unabhängig von Thema, Genre oder Typ ihre digitalen Inhalte veröffentlicht. Im Archiv sind digitalisierte Dokumente aus den Beständen der Budapest-Sammlung, der Soziologischen Sammlung und der Musiksammlung zugänglich: Werke, Quellen, Datenbanken sowie Dokumente und thematische Zusammenstellungen, die mit den aktuellen Projekten der Bibliothek verbunden sind. Auf der neuen Plattform finden sich nicht nur Inhalte zum Lesen, sondern auch zum Hören und Sehen, wie etwa Podcasts, Vorträge, Fotografien und Aufnahmen verschiedener Bibliotheksveranstaltungen. Insgesamt sind damit rund 70.000 elektronische Dokumente für die Interessent*innen verfügbar.
Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) führt die sogenannte VIAR-Technologie (Visually Impaired Access Receiver) ein, mit der blinde und sehbehinderte Menschen durch Aktivieren einer Außenlautsprecher-Ansage auf Straßenbahnen erfahren können, welche Linie kommt, wohin sie fährt, welche Haltestellen folgen und welche Umsteigemöglichkeiten bestehen. Gleichzeitig wird im Innenraum dieselbe Ansage wiederholt, sowie bei Straßenbahnen auch die Türöffnungsrichtung. Bisher war diese Technik bereits bei O-Bussen, normalen Autobussen und den CAF-Straßenbahnen im Einsatz. Nun erfolgt die Erweiterung auf vier weitere Straßenbahntypen. Nach erfolgreicher Testphase und behördlicher Zulassung soll dieses System breit eingeführt werden.
Der österreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP – Österreichische Volkspartei) hat die Europäische Kommission aufgefordert, gegen die seit 2022 in Ungarn geltende Sondersteuer für Lebensmittelketten vorzugehen. Die Regelung verstoße seiner Ansicht nach gegen die Grundprinzipien des Binnenmarkts und sei diskriminierend gegenüber ausländischen Unternehmen. Besonders betroffen sei die Supermarktkette Spar. Der Vorstandsvorsitzende von Spar Österreich, Hans K. Reisch, erklärte kürzlich, dass derzeit kein Rückzug aus Ungarn geplant sei. Langfristig werde man jedoch nur bleiben, wenn das Unternehmen wieder profitabel wirtschaften könne. Dabei hoffe man auch auf Unterstützung aus Brüssel. Hattmannsdorfer schloss nicht aus, dass der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof landen könnte, sollte die Antwort der ungarischen Regierung nicht zufriedenstellend ausfallen.
Das "Greener City-Arbeitsheft" (Városi Zöldebb Füzet) ist eine neue umweltpädagogische Publikation, die Kindern, Familien und Schulgruppen die nachhaltigen Werte und ökologischen Initiativen Budapests näherbringen möchte. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums von Groß-Budapest 2025 verbindet das Heft historische Perspektiven mit zukunftsorientierten Umweltfragen. Es soll eine Generation anregen, die ihren ökologischen Fußabdruck kennt und ihre Eltern zu einem bewussteren Lebensstil motiviert. Im Vergleich zur Ausgabe von 2018 legt das neue Heft mehr Wert auf Bildung und praktische Nachhaltigkeitstipps als auf reine Stadtpräsentation. Themen wie Energieverbrauch, saubere Luft und Wasser, Recycling, Mikromobilität, Regen- und Schwammstädte werden spielerisch vermittelt. Das kostenlose Heft führt humorvoll und anschaulich in umweltgerechtes Handeln ein.
Am 10. Oktober 2025 wurden die Gewinner*innenprojekte des diesjährigen Partizipationsbudgets der Stadt Budapest bekanntgegeben. Aus einem Gesamtbudget von rund 2,55 Millionen Euro werden grüne, inklusive und lokale Ideen gefördert. Noch nie zuvor gingen so viele Vorschläge ein: 2025 reichten Bürger*innen 720 Ideen ein, von denen 16 umgesetzt werden. Besonders beliebt waren Umweltprojekte wie die Anlage von Regengärten, Begrünung städtischer Flächen und neue Bäume rund um den Batthyány-Platz. Zudem entstehen neue Grillplätze, soziale Initiativen werden gefördert und leerstehende Räume für Gemeinschaftsprojekte genutzt – für eine lebenswertere Hauptstadt.
Die Zukunft des Sziget-Musikfestivals ist ungewiss, wie Budapests Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) auf Facebook mitteilte. Der Geschäftsführer der Sziget AG informierte ihn in einem Brief darüber, dass er gezwungen sei, die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Festival zu kündigen. Hinter diesem Schritt könnte laut Karácsony eine geschäftliche Entscheidung der ausländischen Eigentümer des Unternehmens stehen. Er betonte, dass das Sziget-Festival ein Symbol für die Freiheit, Offenheit und Vielfalt Budapests sei, weshalb die Stadt sich für dessen Fortbestand einsetzen müsse. Obwohl Budapest nicht in private Geschäftsfragen eingreifen könne, habe sie eine Verantwortung für den langfristigen Erhalt des Festivals. Karácsony äußerte die Hoffnung, dass die Kündigung keinen Schlusspunkt, sondern einen Neuanfang markiere. Trotz gestiegener Besucher*innenzahlen war das Festival auch 2024 nicht profitabel, und die Betreiber*innengesellschaft verzeichnete in den letzten Jahren erhebliche Verluste.
Die Güterzüge auf der modernisierten Bahnstrecke Budapest–Belgrad sollen bereits Ende 2025 verkehren, der Personenverkehr soll, voraussichtlich, im Frühjahr 2026 folgen. Laut dem ungarischen Staatssekretär Nándor Csepreghy wird die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten auf drei Stunden verkürzt, was viele Autofahrer*innen zum Umstieg auf die Bahn bewegen könnte. Der serbische Abschnitt wurde kürzlich mit einer gemeinsamen Zugfahrt von Aleksandar Vučić und Csepreghy eröffnet. Der ungarische Teil des Projekts – rund zwei Milliarden Euro teuer und 160 Kilometer lang – soll gemeinsam mit der serbischen Strecke "Europas neues Tor" zwischen Fernost und dem europäischen Kontinent eine Verbindung schaffen.
Am 8. Oktober 2025 startet in Ungarn die Budapest Design Week unter dem Motto "Fluid Boundaries" mit fast 200 Programmen in Budapest und neun weiteren Städten. Die Veranstaltung, die von der Ungarischen Mode- und Designagentur (MDDÜ) organisiert wird, zeigt die Vielfalt des ungarischen Designs durch Ausstellungen, Workshops, offene Studios und Touren. Neben Budapest nehmen unter anderem Pécs, Sopron und erstmals Debrecen mit eigenen Programmen teil. Ein Highlight ist die 360 Design Budapest, die rund 400 Werke regionaler Designer*innen präsentiert. Weitere Schwerpunkte sind der internationale Art Market Budapest und die Ausstellung "Grenzloses Design" mit Designobjekten aus 15 Ländern. Ziel der Veranstaltung ist es, Design für alle zugänglich zu machen und die Verbindung zwischen Gestaltung und Alltag sichtbar zu machen.
2023 hat die Budapester Verkehrszentrale (BKK), gemeinsam mit diversen Bezirksverwaltungen und dem MOME Innovationszentrum, das „Sulizóna“-Programm gestartet, mit dem Ziel, rund um Schulen eine sicherere Umgebung zu schaffen. Seit dem 6. Oktober wird im 17. Bezirk eine testweise eingerichtete Schulstraße – nun, aufgrund der positiven Rückmeldungen auf die Testphase, dauerhaft umgesetzt: In den Morgenstunden vor Schulbeginn darf die Straße ausschließlich zu Fuß oder mit Mikromobilität betreten werden, Autos sind in dieser Zeit nicht zugelassen. In weiteren Bezirken von Budapest laufen bereits Gespräche über eine mögliche Ausweitung des Projekts.
In Budapest wurde kürzlich die neue App Touristas gestartet, die mithilfe von künstlicher Intelligenz geführte Audiotouren und lokale Rabatte anbietet. Die Anwendung ist für iOS und Android verfügbar und präsentiert die Geschichte sowie die verborgenen Schätze der Stadt auf erlebnisorientierte Weise – und das in mehreren Sprachen. Neben den Touren bietet Touristas ein Rabattprogramm, das Nutzer*innen Preisnachlässe, kleine Geschenke oder kostenlose Getränke in teilnehmenden Lokalen und Geschäften ermöglicht. Das Angebot konzentriert sich auf unabhängige, lokale Orte. Der Gründer, der in Budapest lebende Spanier Cesar Ruiz, betont, dass die App nicht nur für Tourist*innen gedacht sei, sondern auch für Einheimische, die oft mehr für lokale Erlebnisse zahlen. In der nächsten Saison sollen weitere Touren und Sprachversionen folgen. Das Konzept ähnelt der in Wien angebotenen interaktiven WiG City Challenge.
In Terézváros, dem 6. Bezirk der ungarischen Hauptstadt, wurde ein neues Pilotprojekt gestartet: Einmal monatlich bieten die Kindergärten eine nächtliche Betreuung an. Ziel ist es, Eltern zu entlasten und Kindern ein besonderes Erlebnis zu ermöglichen. Die Kinder werden ab 18 Uhr aufgenommen und bleiben bis zum nächsten Morgen um 8.30 Uhr. Der erste Nachtkindergarten beinhaltete kreative Programme wie zum Beispiel Schatzsuche mit Taschenlampen. Laut Bürgermeister Tamás Soproni (Momentum) wurde die Idee aus der ungarischen Stadt Szolnok übernommen und von den Pädagog*innen äußerst positiv aufgenommen. Die Resonanz der Eltern war ebenfalls erfreulich – viele nutzten die Gelegenheit für einen freien Abend.
Die Polizei untersagte Anfang September die für den 4. Oktober geplante Pécs Pride. Begründet wurde dies mit einem im Frühjahr verabschiedeten Gesetz, das Versammlungen verbietet, die Homosexualität "darstellen oder fördern", und festlegt, dass der Schutz von Kindern Vorrang vor dem Recht auf Versammlungsfreiheit habe. Mit derselben Begründung war zuvor auch die Budapest Pride verboten worden; diese fand jedoch trotzdem statt, ohne dass die Teilnehmerinnen bestraft wurden. Trotz des Verbots wurde auch in Pécs die Pride abgehalten. Laut Beobachterinnen war es die freieste Parade in der Geschichte der Stadt. Rund 3.000 Menschen nahmen friedlich teil, viele Passant*innen begrüßten sie. Versuche, die Veranstaltung zu blockieren, scheiterten dank der Polizei, die rechtsextreme Gegendemonstrant*innen abdrängte oder entfernte. Pécs ist die einzige Stadt außerhalb Budapests, in der jährlich eine Pride-Parade organisiert wird.
Im 8. Budapester Bezirk wurde am 30. September das erste Gemeinschaftszentrum und Büro in Ungarn namens Lakótér für Bewohner*innen kommunaler Mietwohnungen eröffnet. Die Einrichtung soll nicht nur der Information und Beratung der Mieter*innen dienen, sondern auch als Ort für Begegnungen, Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten fungieren. Ziel des Projekts ist es, die Bewohnerinnen zu ermutigen, aktiv an der Gestaltung und Erneuerung ihrer Wohnhäuser und Gemeinschaftsräume mitzuwirken – statt lediglich als Mieterinnen darin zu leben. Die Initiative entstand im Rahmen der Arbeit des Büros für Gemeinschaftliche Teilhabe, dessen Mitarbeiterinnen seit 2022 regelmäßig Bewohnerinnenversammlungen in renovierungsbedürftigen Häusern organisieren. Das Büro ist an bestimmten Tagen geöffnet und bietet Raum für Beratung, Mitgestaltung und neue Initiativen. Es wurde mit Unterstützung des Solidaritätsfonds der Hauptstadt gegründet.
Die Bezirksverwaltung des 3. Bezirks hat nach intensiver Debatte mit 14 zu 9 Stimmen das umstrittene Projekt "Waterfront Lofts" genehmigt. Der Investor Biggeorge Property plant auf dem Areal zwischen Szentendrei Straße, Bogdani Straße und der Vorortbahnlinie rund 1.400 Wohnungen sowie über 6.500 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen. Im Gegenzug erhält der Bezirk rund 3 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau, und die Stadt Budapest bekommt 130 Gemeindewohnungen. Zudem übernimmt der Entwickler Anteile an Infrastrukturprojekten – darunter etwa die Planung des nördlichen Zweigs des Straßenbahnnetzes in Buda, eine Fußgängerbrücke zur Hajógyári-Insel und die Modernisierung der Vorortbahnstation Filatorigát. Ergänzend verpflichtet sich der Investor, einen 10.000 Quadratmeter großen Park im Zentrum des Areals zu schaffen und öffentlich zugänglich zu machen. Auf Druck der Lokalpolitik wurde die Gebäudehöhe von ursprünglich 65 auf 51 Meter reduziert. Vorgesehen sind außerdem rund 70 kleinere Gewerbeflächen und bis zu 150 Parkplätze für Anwohner*innen. Trotz der Zusagen bleibt das Projekt weiterhin umstritten: Kritiker*innen fordern den Rücktritt des Bezirksbürgermeisters und warnen vor einem möglichen Status als staatlich priorisiertes Bauvorhaben – ohne Kontrolle durch die Bezirksverwaltung.
Seit dem 26. September 2025 ist die international renommierte Ausstellung World Press Photo wieder in Budapest zu sehen – täglich, auch montags, bis zum 9. November im Biodóm im Stadtpark geöffnet. Ihre Rückkehr markiert ein bedeutendes kulturelles Ereignis, insbesondere nach den politischen Spannungen des Vorjahres, die die Durchführung der Ausstellung in Ungarn ernsthaft gefährdet hatten. Am ursprünglichen Veranstaltungsort, dem Ungarischen Nationalmuseum, wurde die Ausstellung aus politischen Gründen nicht genehmigt, da auch LGBTQ+-Themen Teil der Präsentation waren. Dank Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog), dem Oberbürgermeister von Budapest, konnte die Ausstellung in letzter Minute in den Biodóm (ursprünglich als Tierhaus konzipiert) verlegt werden – und wurde dort ein großer Erfolg. In diesem Jahr stand daher außer Frage, dass die groß angelegte Fotoausstellung erneut dort stattfinden würde. Die Ausstellung zeigt die herausragendsten Pressefotografien des Jahres, ausgewählt aus mehr als 59.000 Einsendungen von 778 Fotografinnen aus 141 Ländern. Bereits im Vorjahr zog sie über 30.000 Besucherinnen an.
Im 3. Bezirk von Budapest, in Óbuda, wird der neueste Biobauernmarkt der Hauptstadt eröffnet. Der Farmers Market mit dem Namen BiObuda lädt künftig jeden Samstag all jene ein, die bewusst darauf achten, was in ihren Einkaufskorb kommt. Ziel der Initiator*innen ist es, BiObuda zu einem echten Gemeinschaftserlebnis zu machen. Die Besucher*innen sollen hier nicht nur frische und saisonale Produkte finden, sondern auch ein Erlebnis, das den Samstagvormittag angenehmer und bereichernder macht. Gemeinsam verfolgt man das Ziel, regionale, saubere und nachhaltige Lebensmittel für alle zugänglich zu machen und den Einkauf zugleich zu einem Treffen, Gespräch und sozialen Ereignis werden zu lassen. Der Markt ist samstags von 7 bis 15 Uhr geöffnet. Die feierliche Eröffnung findet am 11. Oktober statt.
Zum Tag der Gebärdensprache haben mehrere Budapester Museen am 25. September inklusive Programme angeboten, um die kulturelle Teilhabe hörgeschädigter Menschen zu fördern. Die Galerie Deák17 veranstaltete eine kuratierte Führung mit Gebärdensprachdolmetscher durch eine Ausstellung, die sich mit zeitgenössischen Interpretationen ungarischer Volksmärchen beschäftigt. Das Historisches Museum erweiterte sein Angebot um barrierefreie Inhalte, darunter gebärdensprachlich unterstützte und untertitelte Videos sowie ein speziell entwickeltes museumspädagogisches Programm für hörgeschädigte Schulkinder. Zudem wurde auf der Website des Museums ein neuer Menüpunkt "Barrierefreies Museum" eingerichtet, der umfassende Informationen zur Barrierefreiheit bietet. Diese Initiativen unterstreichen die Bedeutung vielfältiger Kommunikationsformen und fördern ein inklusives kulturelles Miteinander.
Vom 25. bis 28. September soll zum dritten Mal die Kunstmesse Budapest Contemporary über die Bühne gehen sich dabei größer und internationaler denn je zeigen. Rund 40 Galerien präsentieren in der ungarischen Hauptstadt mehrere tausend Kunstwerke, darunter Gemälde, Skulpturen und Designobjekte, ergänzt durch Führungen und Kinderprogramme. Die Messe legt dieses Jahr besonderen Fokus auf weibliche Kunstschaffende und Design, etwa durch eine Kooperation mit der POV Designkonferenz. Der Eintritt ist für Besucher*innen unter 18 Jahren kostenlos, die Tageskarte für Erwachsene kostet rund 10 Euro.
In
Budapest startet das neue "Wildblumen-Budapest-Programm" (Vadvirágos
Budapest Program) mit der Einführung spezieller Samenmischungen für
Balkone und Gärten, die sowohl für Anfänger*innen als auch für fortgeschrittene
Gärtner*innen angedacht sind. Es werden zwei Mischungen erhältlich sein:
"Wiese" und "Garten", die beide zahlreiche heimische
Wildblumenarten enthalten und die Biodiversität sowie eine ökologische Umstellung in der Stadt fördern sollen. Am 27. September findet im 1. Bezirk von
Budapest eine kostenlose Veranstaltung statt, bei der die Samenmischungen
erstmals erhältlich sein werden und wo zahlreiche Aktivitäten rund um
Wildblumen, Gartenberatung, Kinderprogramme und Vorträge angeboten werden. Die
Aktion soll dazu beitragen, die biologische Vielfalt in Budapest zu fördern,
die Bodenqualität zu verbessern und die Stadt an den Klimawandel anzupassen.
Die Aussaat der Samen ergibt immer ein individuelles Ergebnis, weil Standort,
Boden und Lichtverhältnisse die Entwicklung beeinflussen. Die
Initiative wird vom Budapester Gartenamt (FŐKERT) und lokalen
Expert*innen unterstützt.
Am 20. September eröffnete im Corvin Palace am Blaha Lujza Platz der erste Time Out Market in Mittel- und Osteuropa. Auf rund 2. 500 Quadratmetern befinden sich elf Restaurants, drei Bars, fünf Eventflächen sowie eine Dachterrasse. Das Angebot reicht von ungarischen Klassikern über Fine Dining bis hin zu internationalen Spezialitäten. Mit rund 540 Sitzplätzen und einem täglichen Programm aus Musik und Kulturveranstaltungen soll der Markt zu einem neuen Hotspot für Gastronomie und Begegnung in Budapest werden.
Ab dem 1. Oktober 2025 wird die Fahrt zum Flughafen Budapest (Liszt Ferenc Airport) für Inhaber*innen von gültigen Fahrkartenabos für Budapest, dem Komitat Pest oder für ganz Ungarn deutlich günstiger. Wer ein gültiges Abo besitzt, kann das Ticket für die Flughafen-Schnellbuslinie 100E für drei Euro erwerben – statt den bisherigen fünf bis sechs Euro. Die Ermäßigung gilt sowohl in der BudapestGO-App als auch für Papier- oder MÁV-App-Tickets, solange beide Nachweise vorgezeigt werden. Ziel sei, die hohen Kosten für Einheimische zu senken, da bisher etwa eine vierköpfige Familie fast 30 Euro für die Fahrt zahlen musste. Für Tourist*innen bleibt der höhere Preis.
Am Tag des ungarischen Dramas, dem 21. September, versammelten sich abends Tausende Menschen auf dem Budapester Heldenplatz, um an einer friedlichen Demonstration der Loupe Theatergruppe teilzunehmen. Die Veranstaltung setzte sich für freie öffentliche Räume, einen respektvollen öffentlichen Diskurs und ein gesellschaftliches Klima ohne Angst und Einschüchterung ein. Zu Beginn betonten die Organisator*innen, dass es sich um eine parteiunabhängige Kundgebung handle. Bekannte ungarische Schauspieler*innen hielten Reden über Spaltung und die zerstörerische Wirkung von Propaganda. Zum Abschluss sang die Menschenmenge gemeinsam unter der Leitung eines Dirigenten das Volkslied "Kalt weht der Wind" als Ausdruck kollektiver Trauer, innerer Stärke und der Hoffnung auf Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Gegen 20 Uhr löste sich die Menge auf, der Platz leerte sich innerhalb weniger Minuten.
Bei der ersten Weltmeisterschaft der Straßenbahnfahrer*innen in Wien belegte das Team aus Budapest den vierten Platz. Die ungarische Fahrerin Krisztina Schneider und ihr Teamkollege Ákos Bodnár traten im Team der Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) gegen Teams aus 25 Ländern an. In Disziplinen wie Zielbremsen, Rückwärtsfahren und Straßenbahnbowling zeigten sie starke und konstante Leistungen. Der Sieg ging an das Team aus Wien, gefolgt von den Teams aus Posen und Oslo. Besonders erfreulich war die gleichberechtigte Teilnahme von Fahrerinnen und Fahrern – ein wichtiges Signal für mehr Diversität im öffentlichen Verkehr. Auch wenn sie den Podiumsplatz knapp verpassten, waren die beiden Budapester*innen mit dem vierten Platz sehr zufrieden.
Im 9. Budapester Bezirk Ferencváros wurde ein Bicibus-Projekt (Fahrradbus) gestartet. Dabei fahren Kinder gemeinsam mit erwachsenen Begleitpersonen sicher mit dem Fahrrad zur Schule und nehmen so aktiv und umweltbewusst am Verkehr teil. Die Idee stammt ursprünglich aus Barcelona und hat sich inzwischen europaweit verbreitet. Im 9. Budapester Bezirk arbeitet die Stadtverwaltung mit dem zivilgesellschaftlichen Verein zur Förderung des Radverkehrs (Magyar Kerékpárosklub) zusammen. Budapest wurde von der Plattform Epic Road Rides als eine der fahrradfreundlichsten Städte Europas ausgezeichnet, insbesondere wegen seiner mehr als 200 Kilometer langen Radwege entlang der Donau. Die Verbindung von Bildung und Nachhaltigkeit macht die Stadt zu einem Vorbild für urbane Mobilität.
Die ungarische Hauptstadt Budapest hat in Zusammenarbeit mit der "Pro Cultura Urbis"-Stiftung ein neues Stipendienprogramm ausgeschrieben. Es richtet sich an Personen, die durch künstlerische, wissenschaftliche oder kulturelle Projekte das Erbe der Stadt untersuchen, bereichern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Programm knüpft an frühere Förderungen an. Bewerben können sich alle volljährigen Bewohner*innen Budapests mit ungarischer Steueridentifikationsnummer. Die Förderung beträgt insgesamt rund 22.500 Euro und wird auf bis zu drei Stipendiat*innen verteilt.
Seit dem 15. September gilt es im 6. Budapester Bezirk Terézváros als Rechtsverstoß, wenn innerhalb einer Immobilie eine Lichtquelle betrieben wird, deren Licht auf öffentlichen Flächen störende, blinkende oder blendende Effekte verursacht. Im Rahmen eines Verfahrens wegen Lichtverschmutzung kann der Bezirksnotar einen Sachverständigen beauftragen. Bei einem Verstoß kann die Ordnungsbehörde ein Bußgeld vor Ort verhängen. Im weiteren Verlauf des Verfahrens können Einzelpersonen mit bis zu 500 Euro und Organisationen mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Die Gemeindeverwaltung hat diese Maßnahme ergriffen, weil sich im Bezirk Geschäfte und Gastronomiebetriebe mit übermäßig heller oder schlecht ausgerichteter Innenbeleuchtung und Lichtwerbung stark vermehrt haben. Deren Licht dringt nach außen und beeinträchtigt in manchen Wohnungen die Ruhe und stört zudem den Straßenverkehr. Die Verordnung trat am 15. September 2025 im Bezirk in Kraft.
Die Große Ringstraße in Budapest wird erneuert. Der erste Schritt dieses umfassenden Erneuerungsprogramms war die Einrichtung von Radwege entlang der Ringstraße. Der nächste Schritt ist die vollständige Erneuerung des Abschnitts zwischen dem Nyugati Platz und dem Boráros Platz. Eng verbunden mit der Erneuerung der Ringstraße ist auch deren visuelles Erscheinungsbild, aus diesem Grund hat die Stadt Budapest gemeinsam mit der Budapester Verkehrszentrale (BKK) einen Grafik-Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel ist es, dass einer der wichtigsten öffentlichen Räume Budapests wieder in einer dem Rang angemessenen Weise im Alltag der Stadt und ihrer Bewohner*innen präsent ist, sowohl im physischen als auch im visuellen Raum. Die Wettbewerbsbeiträge können bis zum 14. September eingereicht werden. Die Gewinner*innen erhalten ein Preisgeld von 5.000 Euro.
Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) hat laut dem unabhängigen Wochenmagazin Magyar Hang, am 6. September Interessenkonfliktverfahren gegen sechs Mitglieder des Gemeinderates und drei externe Ausschussmitglieder eingeleitet. Die Verfahren betreffen vor allem Vertreter*innen der Regierungspartei Fidesz (Fidesz MPSZ – Ungarischer Bürgerbund). Nach Angaben des Bürgermeisteramts haben mehrere Politiker*innen gleichzeitig Positionen im Budapester Gemeinderat und im ungarischen Parlament inne, was laut ungarischem Kommunalrecht unvereinbar ist. Auch Beschäftigungen bei der Budapester Regierungsbehörde (BFKH) stellen laut Karácsony einen möglichen Interessenkonflikt dar. Namentlich erwähnt wurden unter anderem József Gál (LMP - Grüne Partei Ungarns), Kristóf Gergely Gulyás (Fidesz), Béla Radics (Fidesz) und Anna Szepesfalvy (Fidesz). Die Prüfung der Fälle übernimmt der Ausschuss für Finanzen und öffentliche Auftragsvergabe, der von Krisztina Baranyi (parteilos), Bezirksbürgermeisterin des 9. Budapester Bezirks, geleitet wird. Eine Entscheidung über mögliche Konsequenzen steht noch aus.
Im Sommerer eröffnete in Budapest das neue Europa-Erlebniszentrum, das Besucher*innen die Europäische Union auf interaktive und anschauliche Weise näherbringt. In dem 2.000 Quadratmeter großen multimedialen Raum führt ein 360-Grad-Kino durch Geschichte und Gegenwart Europas. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche interaktive Stationen und Anwendungen der erweiterten Realität, die verdeutlichen, wie die EU funktioniert und welchen Einfluss ihre Entscheidungen auf den Alltag der Menschen haben. Besonders beliebt ist ein Rollenspiel, bei dem man in die Rolle von Europaabgeordneten schlüpfen und den Gesetzgebungsprozess selbst miterleben kann. Auch die drei zentralen Institutionen – Parlament, Kommission und Rat – werden verständlich vorgestellt. Persönliche Geschichten und ungarische Beispiele machen zudem sichtbar, welche Bedeutung die Mitgliedschaft in der Europäischen Union für das Land hat. Das Zentrum ist täglich geöffnet, barrierefrei zugänglich, kostenlos und das Material in allen Amtssprachen der EU verfügbar.
Eine richtungsweisende Vereinbarung über staatliche Infrastrukturentwicklungen auf der Brachfläche Rákosrendező wurde fristgerecht unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde zwischen dem ungarischen Bauministerium und dem kommunalen Versorgungsunternehmen Budapester Stadtwerke (BKM) abgeschlossen, das das Gelände kürzlich erworben hatte. Auch die Stadt Budapest stimmte dem Vertrag mit einer unterstützenden Klausel offiziell zu. Das Infrastrukturpaket im Wert von mindestens 800 Millionen Euro umfasst Bahn-, Straßen- und Grünflächenentwicklungen, darunter eine neue Straßenbahnlinie über die Szegedi-Straße sowie die Verlängerung der U-Bahn-Linie 1. Die Vereinbarung garantiert Budapest dieselben Rechte auf Infrastrukturinvestitionen, wie sie zuvor einem arabischen Investor eingeräumt worden wären. Ab Mitte September beginnt ein internationaler Architekturwettbewerb zur Umgestaltung des Gebiets, der bis März 2026 läuft. Die Bewertung wird von einem internationalen Fachgremium unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) und der Co-Vorsitz von Gemeinderatmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz, Verkehr und Stadtentwicklung Dávid Vitézy (parteilos) übernommen.
Ab
Herbst setzen die Budapester Stadtwerke sogenannte Platz-Wächter*innen auf
sechs der meistgenutzten Verkehrsknotenpunkte der Stadt ein. Die Rekrutierungen dafür laufen bereits. Die Wächter*innen sollen künftig in zwei Schichten von frühmorgens bis
spätabends für Sauberkeit und Ordnung. Bei Bedarf können sie auch Polizei,
Rettungsdienste oder kommunale Aufsichtsbehörden hinzuziehen. Anlass für die
Einführung sind die zunehmenden Probleme bei der Koordinierung der öffentlichen
Sauberkeit – etwa durch Fast-Food-Verpackungen, Krähen und wiederholte
Verschmutzungen kurz nach Reinigungen. Das Modell orientiert sich an früheren
Erfahrungen in Ungarn und westeuropäischen Städten. Auch im 6. Bezirk von
Budapest sind ähnliche Park-Wächter*innen bereits erfolgreich im Einsatz.
2025 begann das Projekt "Gesunde Straßen", das darauf abzielt, öffentliche Räume in Budapest lebenswerter, grüner und menschenfreundlicher zu gestalten – insbesondere angesichts der zunehmenden Sommerhitze. Erste Pilotprojekte im 8. Budapester Bezirk zeigen, wie autofreie, begrünte und vielseitig nutzbare Straßen das Stadtleben verbessern können. Bis 2029 sollen in zehn weiteren Bezirken Projekte im Gesamtwert von 64 Millionen Euro aus EU-Mitteln umgesetzt werden. Ziel ist es, den Autoverkehr zu reduzieren, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Gesundheit der Stadtbewohner*innen zu fördern. Die Planung erfolgt nach dem "Healthy Streets"-Modell unter Einbindung zahlreicher Fachinstitutionen.
Am 3. September wurden rund elf Millionen Euro vom Konto der Stadt Budapest eingezogen. Nach Angaben von Ambrus Kiss (parteilos), dem Hauptdirektor des Bürgermeisteramtes, beläuft sich die Verschuldung der Hauptstadt damit bereits auf 170,73 Millionen Euro. Der Betrag wurde im Zusammenhang mit der sogenannten Solidaritätsabgabe abgebucht. Laut Kiss erfolgt diese Abbuchung zu Lasten des Kreditrahmens der Stadt und erhöht somit die Zinsbelastung, was die laufenden Mittel weiter einschränkt und das Betriebskapital verringert. Ob Budapest für die kommenden Zeiträume erneut gerichtlichen Rechtsschutz beantragt, hängt davon ab, ob mit der Regierung eine Einigung erzielt werden kann.
Die Stadt Budapest befindet sich seit Monaten in einem angespannten Streit mit der ungarischen Regierung über die sogenannte Solidaritätsabgabe. Im Juni stoppte die Stadt als politisches Signal kurz den Verkehr, während erste Gespräche zwischen Stadtführung und Regierung stattfanden. Obwohl beide Seiten erklärten, lösungswillig zu sein, wurden die Verhandlungen nicht fortgesetzt und Budapest wartet auf konkrete Schritte seitens der ungarischen Regierung. Inzwischen hat das Gericht die im Dezember gewährte sofortige Rechtsschutzmaßnahme aufgehoben, sodass der Staat rückwirkend Milliardenbeträge einfordern könnte. Tatsächlich griff die Staatskasse schon am 29. Mai trotz des anhängigen Rechtsschutzes auf das Stadtkonto zu und zog 25 Millionen Euro ein. Ohne erneuten Rechtsschutz droht Budapest ein Defizit von bis zu 164 Millionen Euro, das selbst durch die im September anstehenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer nicht vollständig ausgeglichen werden könnte. Die Stadt sieht sich daher gezwungen, kurzfristig mit der Regierung eine Einigung zu erzielen, weil andernfalls die Schuldenstände bis Jahresende ein kritisches Niveau erreichen könnten. Das könnte wiederum öffentliche Dienstleistungen gefährden.
Die
Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) haben bekanntgegeben, dass die Finanzierung
für den Ausbau neuer Fahrrad-Hauptverbindungen auch durch EU-Mittel gesichert
ist. Insgesamt stehen rund 15,4 Millionen Euro zur Verfügung – davon 11,6
Millionen Euro für die neue Radstraße am Großen Ring und 3,8 Millionen Euro für
die Hauptverbindung Váci út – Üllői út, die vom 13. Bezirk über den 9.
Bezirk bis in den 8. Bezirk führen soll. Das soll sichere und
umweltfreundliche Alternativen zum motorisierten Verkehr sowie eine Lärm- und
Schadstoffverringerung schaffen. Erste Abschnitte geschützter Radspuren wurden bereits
2023 eingerichtet, die jetzigen Maßnahmen führen dieses Konzept fort und
ersetzen die bisher provisorischen Lösungen. Am Großen Ring sollen zwischen dem
Westbahnhof im 5. Bezirk und dem Boráros tér im 9. Bezirk beidseitig
barrierefreie Geh- und Radwege entstehen – ergänzt durch geordnete Ladezonen
und die Aufwertung von Grünflächen. Auch eine grundlegende Neugestaltung der
Straßenräume ist vorgesehen, wobei die Straßenbahntrassen unangetastet bleiben sollen.
Die Vorhaben sind Teil des Budapester Mobilitätsplans.
Während der Sommerferien 2025 nutzte die Stadt Budapest die verkehrsärmere Zeit für umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen. Es wurden 11 neue CAF-Straßenbahnen und 25 neue Mercedes-Busse in Betrieb genommen, ältere Fahrzeuge ausgemustert. Die Gleise der Linie 4–6 am Großen Ring sowie mehrere Haltestellen und Straßenabschnitte wurden saniert. Die Stadt reparierte rund 4.000 Schlaglöcher, asphaltierte über 42.000 Quadratmeter und erneuerte 313 Zebrastreifen. Auch Brücken wie die Árpád- und Rákóczi-Brücke wurden instandgesetzt. Unterirdisch modernisierte man 1,5 Kilometer Wasserleitungen und behob fast 2.000 Schäden. Zusätzlich sorgten Reinigungsteams täglich für die Pflege von über 94.000 Quadratmetern öffentlicher Fläche.
Die Budapester Verkehrsbetriebe (BVK) haben vom 14. bis 29. August 2025 eine umfassende Inspektion ihrer Busflotte durchgeführt, nachdem es in den vorangegangenen Wochen zu mehreren Bränden gekommen war. Dabei wurden 855 Busse auf Ölverschmutzungen, Flüssigkeitslecks und Kabelverschleiß überprüft. Die Mängel wurden größtenteils auf das hohe Alter der Fahrzeuge zurückgeführt. Alle festgestellten Fehler seien umgehend behoben worden. Die BKV will ihre die Flotte nun verjüngen, um Wartungskosten zu senken und die Betriebssicherheit zu erhöhen.
Im Rahmen des Begrünungsprogramms wurden im 12. Budapester Bezirk modulare Stadtmöbel installiert, die Schatten, Sitzgelegenheiten und Trinkwasser bieten sollen. Ziel sei, die Auswirkungen von Hitzewellen zu mildern. Die Möbel wurden in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung geplant und basieren auf Erfahrungen aus dem 13. Budapester Bezirk sowie aus Krakau. Die Installation ersetzt einige Parkplätze, schafft aber langfristig Raum für Baumpflanzungen. Eine Umfrage zeigte, dass sich Bewohner*innen vor allem nachhaltige Pflege und klimagerechte Gestaltungen bestehender Flächen wünschen würden.
Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) reiste gemeinsam mit Amtskolleg*innen aus Barcelona, Zagreb, Sofia, Athen, Temeschwar und Utrecht nach Istanbul, um den inhaftierten Ex-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu zu besuchen. Damit habe man ein Zeichen für Demokratie und freie Wahlen setzen wollen. Der Zugang zum Gefängnis wurde der Delegation von den türkischen Behörden aber verweigert. İmamoğlu, Oppositionspolitiker der Republikanischen Volkspartei (CHP), wurde im März unter umstrittenen Vorwürfen festgenommen. Karácsony deutete auf vermeintliche Parallelen zwischen den politischen Systemen in der Türkei und Ungarn hin. Unterdrückung politischer Gegner*innen sei ein Ausdruck von Angst, so der Bürgermeister.
Budapest hat in den letzten Jahren mehrere Programme gestartet, die die städtische Umwelt unter Einbeziehung der Bürger*innen zu verbessern. So lädt die Bezirksverwaltung des 2. Budapester Bezirks zum Bespiel Bürger*innen dazu ein, öffentliche Flächen im Rahmen des Projekts "Adoptiere eine öffentliche Fläche" zu pflegen, zu säubern und zu verschönern. Die Teilnehmer*innen müssen ihre geplanten Aktivitäten detailliert beschreiben, die Einbindung der lokalen Bevölkerung erläutern und die finanzielle Machbarkeit nachweisen, während die Bezirksverwaltung insgesamt bis zu circa 3.750 Euro für das gesamte Programm bereitstellt. Pro Projekt können maximal rund 1.000 Euro beantragt werden. Ferner fördert der 3. Bezirk eines der Gewinnerprojekte des partizipativen Budgets, die Renaturierung des Gőtés-Sees, das zum Ziel hat, die vier miteinander verbundenen Wasserflächen und ihre Umgebung als wertvollen Lebensraum für geschützte Tierarten zu erhalten und gleichzeitig die Wasserrückhaltung zu verbessern. Darüber hinaus soll das Gebiet künftig auch Raum für Freizeit- und Erholungsaktivitäten bieten.
Eine Untersuchung des Budapester Regierungsamtes ergab, dass nur etwa 22 Prozent der überprüften Busse der Budapester Verkehrsbetriebe technisch sicher waren. Insbesondere Ölundichtigkeit, mangelhafte Bremsen, abgefahrene Reifen sowie defekte Innenausstattung und fehlende Notfallausrüstung wurden bemängelt. Viele Busse wurden sofort aus dem Verkehr gezogen oder müssen zeitnah gewartet werden. Die Prüfung erfolgte nach mehreren Busbränden in den letzten Wochen und Rauchentwicklungen in kürzester Zeit. Parallel dazu kündigte die Budapester Verkehrszentrale (BKK) eine umfassende Erneuerung des nächtlichen Liniennetzes an und holt dafür aktiv die Meinung der Bevölkerung ein.
Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) startet im August 2025 eine Kampagne für junge Gamer*innen. Wer über die BudapestGO-App mit Mastercard ein Studententicket kauft, soll an einem Gewinnspiel teilnehmen und Gaming-Preise gewinnen können. Ziel der Aktion sei, Schüler*innen zum Schulstart für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu begeistern. Eine thematisch angepasste Spotify-Playlist soll das Spielerlebnis musikalisch begleiten. Eine Teilnahme ist bis zum 2. September durch Ticketkäufe und Registrierungen möglich.
Laut dem "Barometer für ortsunabhängiges Arbeiten" 2024 belegt Budapest den dritten Platz unter den weltweit besten Städten für Workation – der Kombination aus Arbeit und Urlaub. Nur Tokio und Rio de Janeiro schneiden besser ab. Damit lässt die ungarische Hauptstadt Metropolen wie Paris, Rom und Barcelona hinter sich. Bewertet wurden unter anderem stabile Internetverbindungen, eine gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Natur. Budapest wurde für eine attraktive Umgebung für digitale Nomaden international ausgezeichnet.
Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) beginnt mit einer öffentlichen Bürger*innenbefragung zur Entwicklung einer umfassenden Fußgänger*innenstrategie. Ziel sei, das Zu-Fuß-Gehen in der Stadt komfortabel, sicher, barrierefrei und für alle attraktiv zu machen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Mobilität oder sozialem Status. Dabei sollen die Erfahrungen von Einwohner*innen miteinfließen. Die Online-Befragung ist vom 5. August bis 15. September 2025 auf der BKK-Website abrufbar. Gedruckte Konsultationsbögen können zudem in BKK-Kund*innenzentren abgegeben oder per Post eingeschickt werden. Laut BKK ist die Förderung des Zu-Fuß-Gehens ein gemeinschaftliches Anliegen, das zu einer gesünderen und sichereren Stadt beiträgt.